zur Navigation springen

Gesundheit : Müsli-Tage in der Brennpunkt-Kita

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eltern begrüßen die Aktion Gesundes Frühstück in der Kindertagesstätte Paulus-Nord – trotz Mehrkosten von rund 10 Euro im Monat.

Die evangelische Kindertageseinrichtung Paulus-Nord Brunsbüttel möchte Schwerpunkt-Kita in Gesundheit und Ernährung werden. Dazu hat die Kita ihr Konzept „Gesundes Frühstück“ vorgelegt. „Wir arbeiten seit 2012 mit der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung an dem Projekt Lebenslust/Leibeslust“, erklärt Birgit Lameyer. Sie leitet kommissarisch die Kindertagesstätte und hat das Frühstückskonzept mit ihrem Team erarbeitet und den Eltern bei einem Elternabend vorgestellt.

In dem Kindergarten laufen bereits sehr erfolgreich monatliche Brot- und Müsli-Tage. Die Eltern befürworten die Idee des gesunden Frühstücks, trotz der 10 Euro Mehrkosten im Monat. „Das sind umgerechnet 50 Cent am Tag“, hat Birgit Lameyer errechnet.
Auch wenn Paulus-Nord eine Brennpunkt-Kita ist, haben hier die Kinder alle täglich einen Imbiss in der Tasche. „Trotzdem gibt es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten“, hat das Betreuungsteam festgestellt. „Wir wollen hier kein Schlemmerbuffet präsentieren“, stellt Lameyer klar. Die geplante Frühstücksauswahl sieht täglich zwei Brotsorten, Margarine und ein Obststück vor. Dazu abwechselnd Käse und Wurst, Gemüsesticks mit Quark oder Marmelade.

„Die Kinder sollen die Wahl haben, was und wie viel sie essen wollen und dabei bodenständige Lebensmittel serviert bekommen.“ Der Bildungsausschuss hat das Projekt für zwei Jahre bewilligt, dann soll sich das „Gesunde Frühstück aus der Kita“ etabliert haben. „Die Vorkalkulation sieht 10 Euro pro Kind und Monat zur Finanzierung vor, aber wir benötigen eine Küchenhilfe“, so Birgit Lameyer weiter.

Die pädagogischen Mitarbeiter können die Mehrarbeit für Einkauf, Vor- und Nachbereitung nicht leisten. Die vorhandene Küche scheint vorerst ausreichend, eventuell muss eine zusätzliche Kühlmöglichkeit angeschafft werden.
„Die Kinder ernähren sich gesund und abwechslungsreich, probieren in der Gruppe andere Lebensmittel aus und berufstätige Eltern werden entlastet“, zählt die Kita-Leiterin einige Vorteile auf.

Im November werden zu dem Projekt zwei Probewochen laufen, danach sollen Eltern und Kinder erneut befragt werden. Im Januar 2015 kann dann das Gesunde Frühstück an den Start gehen. Zunächst frühstücken die Gruppen getrennt. Nach einer Anlaufzeit könnte ein kleiner Aufbau im Speisezimmer für alle eingerichtet werden. „Dadurch lernen sich die Gruppen besser kennen und die Teamfähigkeit der Kinder wird gefördert“, so Birgit Lameyer.

zur Startseite

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 11:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen