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Sportverein : MTV Herzhorn : Mehr als eine Handball-Hochburg

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Vereins-Chef Sönke Reimers zeiht positive Bilanz für 2015. Horst Colschen seit 60 Jahren Mitglied

1955 – Zeit des Rock 'n' Roll, Konrad Adenauer war Bundeskanzler, die letzten Kriegsgefangenen kehrten heim: eine bewegte Periode Zeitgeschehen. Und in diesem Jahr machte sich ein Junge im Alter von elf Jahren auf, Mitglied im MTV Herzhorn zu werden: Horst Colschen. 60 Jahre ist das her. Damals als Heranwachsender im Feldhandball, später in der Halle war er in den MTV-Mannnschaften unverzichtbar. Und noch heute ist „Blitzi“, wie er von den meisten genannt wird, in seinem Verein als Schiedsrichter aktiv. Diese Treue, dieses Engagement wurde auf der Hauptversammlung des MTV Herzhorn gewürdigt. Vorsitzender Sönke Reimers dem Jubilar die Anerkennung des ganzen Vereins aus. Der große Präsentkorb war ein äußeres Zeichen des Dankes.

In seinem Jahresbericht zog Sönke Reimers vor 118 Besuchern eine durchaus positive Bilanz. Der MTV präsentiert sich nach wie vor als Aktivposten in der Gemeinde. Das schlägt sich auch in der konstant gebliebenen Mitgliederzahl wider: 747 Menschen (2014: 756) betreiben dort aktuell Vereinssport. Das Dorf selber hat knapp über 1000 Einwohner.

Und es gibt gelungene aktive Kooperationen mit Schulen aus Herzhorn und Glückstadt. In verschiedenen Altersgruppen führen Herzhorner Übungsleiter die Kleinsten und Heranwachsende an den Handball heran. Ebenso fruchtbar findet Reimers die Kooperation mit der SG Kollmar/Neuendorf. Drei Mannschaften des MTV und der SG bilden zur Zeit Spielgemeinschaften.

Ebenso fruchtbar befand Sönke Reimers die Gespräche des MTV mit der Gemeinde. Es wird auf dem Gelände des Sport- und Tennisplatzes ein Bauvorhaben geplant (wir berichteten). In diesem Zusammenhang wird vermutlich der Sportplatz in kleinerem Bereich neuer sportlicher Nutzung zugeführt. Es könnte sogar sein, dass das noch bestehende Sporthaus abgerissen und an anderer Stelle durch einen Neubau ersetzt wird. „Wir haben schon mal unseren Raumbedarf angemeldet“, sagte Sönke Reimers.

2015 hat sich der MTV auch um Menschen bemüht, die ihr freiwilliges soziales Jahr leisten oder im Bundesfreiwilligendienst arbeiten. Genehmigungen waren und sind vorhanden; die Resonanz blieb aus, mögliche Kandidaten sprangen ab. In diesem Zusammenhang schrieb Sönke Reimers in seiner Einladung, dass sich die Flüchtlingssituation auf die Bevölkerungsstruktur und Vereinsarbeit auswirken werde. Viele der ankommenden Menschen werden „Sport machen“ wollen. Der MTV Herzhorn kann dabei seinen Beitrag zur Integration leisten. Reimers: „Als Sportler sollten wir auf Flüchtlinge zugehen und sie in unsere Mannschaften und Sportgruppen mitnehmen.“

Im sportlichen Bereich sieht der Vereinsvorsitzende den MTV auf einem guten Weg. Die Handball-Männer spielen in der Oberliga eine gute Rolle, die Frauen könnten sogar den Aufstieg von der SH-Liga in die Oberliga anpeilen; die Jugendarbeit bewegt sich auf hohem Niveau. „Der Hallenbesuch macht immer Spaß“, betonte Reimers.

Wermutstropfen allerdings: fehlende Schiedsrichter. Kassenwart Rainer Glöckner nannte 1600 Euro Strafe für fehlende Unparteiische. Mit einem Dank an alle Mitglieder und an alle Sponsoren schloss Sönke Reimers seinen ersten Jahresbericht. Aber er gab noch einen wichtigen Hinweis: In drei Jahren – 2019 – feiert der MTV Herzhorn seinen 100. Geburtstag.

Nach Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes waren die ausgeschriebenen Wahlen Selbstgänger: Bernd Dittmer bleibt zweiter Vorsitzender. Auch Claudia Carstens (Schriftführerin), Thomas Meyer (Beisitzer) und Kassenprüferin Dörte Körner wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

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