Weil sie noch in flaches Wasser geschleppt wurde, versank die „Molly“ nicht vollständig in der Elbe.
Weil sie noch in flaches Wasser geschleppt wurde, versank die „Molly“ nicht vollständig in der Elbe.

Rettungseinsatz : Motorboot sinkt auf der Elbe vor Kollmar

Die Wasserschutzpolizei rettet drei Besatzungsmitglieder unverletzt. Grund für Wassereinbruch noch unklar.

shz.de von
29. Oktober 2018, 10:38 Uhr

Auf der Elbe vor Kollmar ist gestern Nacht das Kajüten-Motorboot „Molly“ nach einem Wassereinbruch untergegangen. Weil es der Hamburger Wasserschutzpolizei mit Hilfe ihres Einsatzbootes „Bürgermeister Weichmann“ gelang, das havarierte acht Meter lange und drei Meter breite Boot noch aus dem Fahrwasser in Richtung Leitdamm Pagensand-Nord zu drücken, sackte die „Molly“ nicht bis auf den Grund der Elbe. Zuvor hatten die Beamten die dreiköpfige Besatzung übernommen und bei sich an Bord genommen.

Um 02:33 Uhr war zusätzlich für die Freiwillige Feuerwehr Kollmar-Bielenberg sowie für die Einsatzboote der DLRG Elmshorn und der Feuerwehr Glückstadt Alarm ausgelöst werden. Weil sich beide Boote bereits im Winterquartier befinden, mussten diese erst geslippt beziehungsweise mit dem Kran des Glückstädter Wechselladerfahrzeuges in den Außenhafen gesetzt werden. Als Florian Raumann, André Larisch, Christoph Gerulat und Tobias Holzer bei kalten fünf Grad Celsius zeitverzögert mit ihrem Einsatzboot vor Ort eintrafen, war die am Leitdamm liegende „Molly“ bereits so stark voll Wasser gelaufen, dass ein Lenzeinsatz nicht mehr in Frage kam. Feuerwehrleute sicherten daraufhin den Havaristen mit zwei Ankern gegen ein Abtreiben. Die drei Besatzungsmitglieder der „Molly“ wurden mit dem Boot der DLRG zum Hafen Kollmar gebracht und dort der Kollmaraner Feuerwehr übergeben. Gegen fünf Uhr war der Einsatz schließlich beendet. Wie es zu dem Wassereinbruch des sich auf dem Weg von Hamburg nach Travemünde befindlichen Kajüten-Bootes kommen konnte, konnte die Feuerwehr nicht sagen.


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