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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 12:23 Uhr

Kunstgriff : Motive liegen vor der Haustür

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ihre Bilder spiegeln die Liebe zur Natur wider: Alina Tjutschev-Steinhörster aus Brunsbüttel zeigt heute eigene Arbeiten im Atelier in Blangenmoor. Zu sehen ist ein Querschnitt aus 15 Jahren.

Von Beginn an beteiligte sich die Künstlerin Alina Tjutschev-Steinhörster am Dithmarscher Kulturprojekt „Kunstgriff“. „Ich war schon 2008 bei der ersten Ausstellung im Elbeforum dabei“, erzählt die 44-Jährige, die seit 15 Jahren in ihrem Atelier am Bahndamm in Blangenmoor ihrer künstlerischen Neigung nachgeht.

Der russisch-stämmigen Malerin wurde die Liebe zu Farben schon in die Wiege gelegt. „Meine Oma war Abteilungsleiterin einer Farbenfabrik in St. Petersburg“, erzählt sie. Der Geruch der Farben trieb sie schon in ihrer Kindheit zur Malerei. Alina Tjutschev-Steinhörster, die schon Bilder archiviert hat, die sie als Elfjährige mit bewundernswerter Technik malte, wurde in St. Petersburg geboren. Ihre Großeltern stammten aus Ostpreußen, siedelten aber in den 50er Jahren in die russische Metropole um. Noch heute reist die 44-Jährige mindestens zweimal jährlich zu ihren Eltern nach Russland. Sie freut sich aber auch, wenn ihre Eltern sie in Deutschland besuchen. Dann wohnen sie in der Zweitwohnung der Künstlerin in Hamburg-Großflottbek. Alina Tjutschev-Steinhörster signiert ihre Bilder nur mit ihrem deutschen Familiennamen.

„Am liebsten arbeite ich mit Ölfarben“, gesteht sie. Aber auch Bleistift- und Kohlezeichnungen sowie Aquarelle haben es ihr angetan. Im Rahmen des diesjährigen Kunstgriff stellt sie einen Querschnitt ihrer Arbeiten heutein ihrer Galerie am Bahndamm 5a in Blangenmoor aus.

Motive ihrer Bilder und Grafiken sind Landschaften, Blumen und Tiere. „Ein Sommertag in St. Petersburg“ zeugt von ihrer Liebe zu ihrer ursprünglichen Heimat. In den letzten Jahren hat sie mehr und mehr die Umgebung ihres Blangenmoorer Domizils in Farbe festgehalten. „Ich finde meine Motive vor der Haustür“, ist die Künstlerin begeistert. Ob die Marschwiesen mit dem Bahndamm, der Kanalhochbrücke im Hintergrund, die Blumenpracht oder blühende Waldwiesen – alle Bilder strahlen die Liebe zu Natur und Landschaft aus.

Alina Steinhörster hat mehrfach Malkurse an der Volkshochschule Brunsbüttel abgehalten. Sie beteiligte sich nicht nur an den Kunstgriff-Veranstaltungen, sondern erinnert sich noch heute an eine eigene und erste internationale Ausstellung im State-Museum „Smolny“ in St. Petersburg im Jahr 2006. Das staatliche Kultur-Komitee hatte ihr dazu einen eigenen Katalog für die „Personal exhibition of German painter Alina Steinhörster“ gewidmet. In Hamburg ist sie im Berufsverband bildender Künstler organisiert.

„Ich male für mich aus Freude an den Bildern“, erklärt die Künstlerin, die in St. Petersburg und Hamburg Kunst studiert hat. Auftragsarbeiten lehnt sie deshalb ab. Dennoch: die Bilder ihrer aktuellen Ausstellung sind verkäuflich.

>Infos: www.studioartdesign.de

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