Morgen geht’s los: Fünf Tage Trubel

Wolfgang Lange jun. putzt seinen Willkommensgruß neben seiner Waffelbäckerei am Markt.
Wolfgang Lange jun. putzt seinen Willkommensgruß neben seiner Waffelbäckerei am Markt.

Für den größten Jahrmarkt an der Westküste: Schausteller putzen ihre Fahrgeschäfte und Verkaufsstände heraus

shz.de von
15. Juli 2015, 09:37 Uhr

Der erstmals um zwei Wochen auf Mitte Juli vorgezogene Wilster-Jahrmarkt soll attraktiver als seine Vorgänger werden. Das hatten sich jedenfalls der Jahrmarktsausschuss und Marktmeister Manfred Moltzau für den morgen beginnenden Rummel zum Ziel gesetzt. Jetzt aber haben gleich zwei Hamburger Schausteller mit ihren größeren Fahrgeschäften und mehrere Budengeschäfte ihre Teilnahme abgesagt. „Sie haben zum Teil technische, aber auch gesundheitliche Probleme als Gründe genannt“, bedauert der Marktmeister. „Wir werden einige Umstellungen vornehmen, um die Lücken zu schließen“, sieht Manfred Moltzau eine Lösung für die Probleme. Die Bebauung der Marktfläche rund um die Kirche sei nicht in Frage gestellt“, beruhigte der Marktmeister.

Unterdessen ist die Bebauung des Colosseumplatzes weit vorangeschritten. Gestern waren Schausteller-Mitarbeiter bei sonnigem Sommerwetter auf dem „Dom-Dancer“ des Hamburger Schaustellerbetriebes Rhut nach Abschluss der Aufbauarbeiten bereits beim Großreinemachen im Einsatz. Mit Gartenschlauch und Schrubbern brachten sie das Karussell auf Hochglanz. Der „Dom-Dancer“ ist zum ersten Mal nach Wilster gekommen und ähnelt dem „Break-Dancer“ von Fehlauer, der diesmal nicht in Wilster gekommen steht. Neu auf dem immer noch größten Jahrmarkt der Westküste ist die Riesen-Rutsche „Pirat“. Aus fünf Metern Höhe rutschen die Besucher auf vier Bahnen 35 Meter hinunter, ehe sie wieder festen Boden unter den Füßen haben.

In Windeseile war gestern Mittag der „Jumper“ von Robert Rasch & Sohn aufgebaut. Auf der anderen Seite des Zugangs von der Etatsrätin-Doos-Straße aus sorgt das „Haus des Schreckens“, das wir am Sonnabend vorstellen konnten, für Gruselgefühle.

Der Autoscooter von Uhse, das Kinderkarussell „Babyflug“ und der „Rallye Truck“ an der Kirche sowie weitere Fahrgeschäfte runden das Jahrmarktsbild 2015 ab. Der neue Inhaber von Specks Waffelbäckerei, Wolfgang Lange jun., freut sich auf seine Wilsteraner Kunden. Er hat den Betrieb im vergangenen Jahr von der Vorbesitzerin Uta Petersen übernommen, nachdem deren Mann unerwartet verstorben war. „Sie kommt auch zum Wilster-Jahrmarkt vorbei, um uns zu helfen und ihre alten Stammkunden zu begrüßen“, ist Wolfgang Lange dankbar.

Für Manfred Moltzau ist die heiße Phase des Jahrmarkt-Aufbaus nahezu abgeschlossen. So kann er morgen erleichtert dem Bürgermeister Walter Schulz nach alter Tradition eine Probe des Hamburger Bieres in einem Zinnkrug kredenzen. Es war früher nur zum Jahrmarkt für den Ausschank freigegeben, um im übrigen Jahr die damals zahlreich bestehenden Privatbrauereien in Wilster zu schützen.

Sein Marktmeisterbüro hat Manfred Moltzau erstmals in den „Trichter“ verlegt. „Es steht ja zurzeit leer, so dass ich hier problemlos einziehen konnte“, dankte er dem Colosseumwirt Michael Mehrens. Dieser wird über die Jahrmarktstage im Trichtergarten Tische und Bänke aufstellen, hat aber im Übrigen sein Programm in das bereits aufgestellte Festzelt und den benachbarten Biergarten verlegt. Der Rathaus-Förderverein bietet am Markt zwischen Pastorat und Kirche sein Festzelt und eine Show-Bühne mit einem abwechslungsreichen Programm an.

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