zur Navigation springen

Kriminordica : Mordspreis für den besten Krimi

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der NordMordAward stammt aus der Werkstatt der Itzehoer Goldschmiedin Carolin Kröhnke. Der Krimi-Preis wird mit viel Prominenz am 2. November im theater itzehoe verliehen.

Schick sieht er aus mit seinem schwarz-glänzenden Granitsockel, dem Stahl-Beil samt blau-weißem Logo und dem silbernen Blut, das am Sockel hinab läuft und in einem roten Rubin mündet. Und er könnte jederzeit die Hauptrolle in einem Krimi spielen – der NordMordAward taugt nicht nur als Trophäe, sondern auch als Tatwerkzeug. „Er besteht aus Teilen, mit denen man jemanden umbringen kann“, sagt Carolin Kröhnke lachend. Die Itzehoer Goldschmiedin hat den Preis entworfen, hergestellt und gesponsert. „Es ist eine richtig scharfe Waffe“, meint sie. Und das sollte er auch sein. „Klar, kantig, scharf“ müsse ein Krimi-Preis sein, habe sie sich vorher überlegt. „Er darf nicht geschmeidig sein. Kühle und Strenge sind wichtig.“

Es sei spannend gewesen, die Trophäe für den ersten schleswig-holsteinischen Krimi-Preis umzusetzen – und eine Herausforderung. Während sie sonst mit Schmuckstücken zu tun hat, die zwei Zentimeter groß sind und wenige Gramm wiegen, ist der NordMordAward 25 Zentimeter hoch und bringt locker drei Kilo auf die Waage, den Großteil davon übernimmt der schwarze Granitklotz, den die Firma Kolbe zur Verfügung gestellt hat. Aber schließlich soll man den Preis auch sehen, wenn er am 2. November bei einer Gala im theater itzehoe festlich verliehen wird.

Mit dem Ergebnis ist die Goldschmiedin zufrieden. „Es ist ein Objekt, das man sich in die Stube stellen kann“, meint sie. „Es wäre toll, wenn es ein Wanderpokal würde.“ Nicht nur wegen der vielen Arbeit, die darin steckt – alleine acht Stunden reine Handarbeit –, sondern auch, weil damit klar wäre, dass die KimiNordica regelmäßig stattfindet.

Stadtmanagerin Lydia Keune-Sekula freut sich schon sehr auf den großen Auftritt des Mordspreises. Die Verleihung des NordMordAward sei eine tolle Sache für Itzehoe, sagt sie. So etwas habe es landesweit noch nicht gegeben. Dazu wird auch jede Menge Prominenz erwartet, vom Kabarettisten Manfred Degen bis zum Schauspieler Ingo Naujoks (Foto), der die Schirmherrschaft übernommen hat. Ehrenamtlich, was Keune besonders freut. Hanno Hotsch und Stephan Fritzsche vom NDR wirken mit, Hans Schüttler hat eigens Musikcollagen für die Siegerkrimis entworfen.

Aus 400 Einsendungen hat eine Jury die drei Preisträger ausgewählt, darüber hinaus hat der Schleswig-holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) einen Publikumspreis ausgelobt. 21 Kurzkrimis sind bereits im Verlag Ellert & Richter erschienen und im Buchhandel sowie den Kundencentern unserer Zeitung erhältlich.

Auch Justizministerin Anke Spoorendonk wird am 2. November dabei sein – denn es wird auch der Preis der Stiftung Straffälligenhilfe verliehen. Auch das eine Besonderheit – denn es geschieht erstmals seit Bestehen der Stiftung außerhalb Kiels.

> Karten für die Verleihung für un Euro im Stadtmanagement. Informationen zur Verleihung des Preises der Stiftung Straffälligenhilfe in einer unserer nächsten Ausgaben.


Karte
zur Startseite

von
erstellt am 12.Okt.2013 | 11:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen