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Krimidinner : Mord im Kloster – Gäste ermitteln mit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kellinghusener Duo „Cum Gaudio“ hat neu das Stück „Die Tränen der Dorothea“ im Programm

Der Mörder ist nicht immer der Gärtner – beim Krimidinner mit dem Improvisations-Theater „Cum Gaudio“ könnte er sich auch unter den ahnungslos Schmausenden befinden. Spezialität der Kellinghusener Theatermacherinnen Anya M. Haack und Tanja Kräenbring ist das Mitmachtheater. Dies gilt auch für den Klosterkrimi „Die Tränen der Dorothea“, das sie neu im Programm haben. Die Handlung spielt im tiefen Mittelalter zur Zeiten der Heiligen Inquisition. Gerade als die Suppe gelöffelt werden soll, platzen zwei aufgeregte Nonnen in den klösterlichen Speisesaal: Ein heimtückischer Mord ist im Kloster geschehen. Schnell geraten auch die Dinner-Teilnehmer in den Strudel der Ereignisse. An der Aufklärung der ketzerischen Tat sind – zuvor mit einem Skript ausgestattete – Mitspieler aus dem Publikum beteiligt.

Am Ende ist der kriminalistische Spürsinn aller gefragt: „Das Publikum kann Mörder-Tipps abgeben“, sagt Anya Haack. Im Genre des Improvisations-Theaters sind die Frauen seit mehr als 20 Jahren zuhause. Neben dem Klosterkrimi bieten sie mit den Stücken „Sturm über Klötensiel“ und „Leicheschmaus“ Untersuchungsfieber an der Waterkant und im bösen Erbenmilieu. Lange bevor Haack und Kräenbring mit dem Krimidinner-Konzept Erfolg einheimsten, waren sie als Rollenspielerinnen in der Welt von Schwert und Magie unterwegs. In der Gemeinde der Rollenspieler – die Stücke werden meist an Wochenenden in freier Natur oder in alten Burgen gespielt – ist Improvisationstalent Pflicht. „Die Spielverläufe sind meistens nur vage angegeben, da muss man flexibel reagieren können“, sagt Kräenbring. Genau die richtige Grundlage für das Improvisationstheater, wo sich jederzeit neue Situationen ergeben können.

Zu einem Durchbruch verhalf „Cum Gaudio“ der Airbus-Konzern. In der Piratenrolle brachte das Duo dort Schwung in eine Veranstaltung – und wurde über Jahre immer wieder gebucht. Durch Mundpropaganda begeisterter Gäste kletterte die Nachfrage von Restaurantchefs nach der Speise/Fahnden/Spaßhaben-Kombi. „Es gab Gruppen, die kamen beim zweiten Besuch sogar passend zum Stück verkleidet“, erzählt Haack von einer besonders begeisterten Fangemeinde in Wilster.

Dem Ruf der Kundschaft nach Theater-Inhalten der Jetzt-Zeit folgten sie mit dem „Sturm über Klötensiel“. An den Texten und dem stimmigen Konzept tüfteln Haack und Kräenbring übrigens nebenberuflich. Im Hauptberuf arbeitet die eine als Schulsozialarbeiterin, die andere als Verkaufsassistentin. Anliegen ist den Autorinnen, den Stand der kriminaltechnischen Finessen der Jahre, in denen die mörderische Handlungen spielen, exakt zu recherchieren: „Ende des 19. Jahrhunderts war die Methode des Fingerabdrucks zum Beispiel schon erfunden, hatte sich aber noch nicht durchgesetzt“ , so Haack. Ebenso verfahren sie mit den selbst genähten Kostümen. Wichtig im mittlerweile stattlichen Fundus sind außerdem die auf Trödelmärkten und Nachlässen gesammelten Requisiten.

 


>Kontakt „Cum Gaudio“: www.cum-gaudio.de, info@cum-gaudio.de.

 

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