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Norddeutsche Rundschau

22. September 2017 | 13:47 Uhr

InVESTIERT : Moderne Technik im Prinzeßhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Unterstützt mit Fördermitteln der AktivRegion: Das Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe erhält Audioguides und Info-Filme.

von
erstellt am 22.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Es wirft in seinen Ausstellungen oft einen Blick auf längst vergangene Tage – doch bei seiner Ausstattung folgt das Kreismuseum Prinzeßhof dem Trend der heutigen Zeit. Und so wurde mit Fördermitteln aus der AktivRegion jetzt ein weiterer Schritt zur Modernisierung unternommen. Rund 40 000 Euro wurden in die technische Ausstattung investiert. „15000 Euro davon kommen von der AktivRegion, der Rest vom Kreis Steinburg“, erklärte Dr. Reinhold Wenzlaff, Vorsitzender der AktivRegion, bei der Vorstellung der Projekte.

Angeschafft wurden zum einen 25 so genannte Audioguides. Die kleinen Geräte, die an ein etwas zu groß geratenes Mobiltelefon erinnern, sind mit Texten für zehn Räume der Dauerausstellung bespielt – und das in Deutsch, Englisch, Französisch und Dänisch. Beim Rundgang erhalten die Besucher auf diese Weise Informationen über den Prinzeßhof, die Biedermeierzeit, Militär in der Kaiserzeit, Johann Hinrich Fehrs, Schule in der Kaiserzeit, die Genussmittel Zucker, Kaffee und Tabak, die Industrialisierung, Silber und seine seine Geschichte, die Prunkvasen sowie die Notzeiten der 1940-er Jahre. „Man kann die Geräte mit oder ohne Kopfhörer und auch zu zweit benutzen“, erklärte Museumsleitern Dr. Anita Chmielewski. So können insgesamt 50 Besucher zeitgleich damit ausgestattet werden.

„Es ist professionell gemacht“, betonte die Leiterin. Die Texte seien von Schauspielern gesprochen, eine Geräuschkulisse untermalt sie. Außerdem sind pro Station zwei Bilder zu sehen. Und das ist erst der Anfang. „Es ist noch viel Platz darauf“, erklärte Chmielewski. Sie kann sich vorstellen, zu einigen Exponaten Zusatz-Informationen anzubieten. Es könnten aber auch weitere Sprachen eingespeist werden – der Museumsleiterin schwebt dabei vor allem Plattdeutsch vor. Und noch eine weitere Idee hat sie bereits geschmiedet: Die Geräte könnten auch für Kinderführungen bespielt werden, vielleicht in Zusammenarbeit mit Schulklassen aus dem Kreis. Das entsprechende Aufnahmegerät wurde ebenfalls angeschafft.

Die meisten Texte der Hörstationen hat Museumsmitarbeiterin Manuela Jansons verfasst, die auch bei der zweiten technischen Neuerung einen wesentlichen Beitrag leistete: Die Drehbücher für vier Info-Filme, die künftig an zwei Monitoren im Erd- sowie Obergeschoss abgerufen werden können, stammen aus ihrer Feder. Die Filme, die von Michael Großmann und Helmut Schnock von der Itzehoer Unem Filmproduktion erstellt wurden, widmen sich dem Prinzeßhof, der Industrialisierung am Beispiel der Zementindustrie, dem Besuch des Kaisers und dem Silber. Und das höchst kurzweilig. „Selbst das Thema Silber, bei dem ich erst Angst hatte, dass es womöglich nicht so spannend sein könnte, haben sie in unerwartetem Glanz hinbekommen“, lobte die Museumsleiterin und staunte, wie viel Aufwand für ein paar Filmminuten nötig ist.

Der aufmerksame Beobachter wird dabei bekannte Gesichter entdecken. So schlüpften zum Beispiel Pastor Björn Schneidereit, Renate Teifke und Irma Schmidtborn in historische Rollen. Die passende Kulisse für den Kaiserfilm lieferte die Küche von Elsbe Junge, die noch im Stil des 19. Jahrhunderts eingerichtet ist. Hauptdarsteller im Film zur Industrialisierung ist Willi Breiholz, der von der Entwicklung Alsens erzählt.

Die dritte Neuerung im Museum schließlich wurde aus eigenen Mitteln bezahlt: Die drei Kassendamen erhielten neue Westen als einheitliche Arbeitskleidung. Dr. Anita Chmielewski ist zufrieden mit dem, was erreicht wurde: „Es ist ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung unseres Hauses.“

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