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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 20:42 Uhr

mehr Attraktivität : Moderne Schießanlage

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Mit einer neuen elektronischen Anlage will der Wilsteraner Schützenverein verstärkt Interesse wecken.

Die Zeiten sind schwierig für Steinburger Sportschützen. Zum einen droht die endgültige Schließung des Leistungszentrums Kellinghusen und damit der Verlust von Trainingsmöglichkeiten auf einer elektronischen Schießanlage, wie sie bei Wettkämpfen auf Landesebene und darüber hinaus Usus ist. Zum anderen leiden die Vereine seit Jahren unter Mitgliederschwund.

Entwicklungen, die auch dem Schützenverein Wilster von 1895 Sorgen bereiten. Doch mit einer größeren Investition und innovativen Aktionen möchte der 119 Jahre alte Traditionsverein neue Wege beschreiten, um den Schießsport in der Marschenstadt attraktiver zu gestalten und neue Mitglieder zu gewinnen.

Die Weichen für das Vorhaben stellte der Verein während der Hauptversammlung in der Schützenhalle. Einstimmig votierten Mitglieder nicht nur für die Wiederwahl der Vereinsvorsitzenden Urte Schulczewski-Haß, die somit ihre dritte Amtszeit antrat. Einigkeit herrschte auch beim Antrag, eine genaue Kostenermittlung für eine moderne, elektronische Schießanlage der Firma Meyton einzuholen. Ein erster angeforderter Kostenvoranschlag bezifferte die Investitionskosten auf rund 23 000 Euro. „Das geht günstiger“, betonte Frank Schulczewski. Der Oberschützenmeister, der durch Wiederwahl in seinem Amt bestätigt wurde, hatte das Thema in die Hauptversammlung getragen und vor der Versammlung bereits erste Informationen eingeholt. „Wir brauchen längst nicht alles, was in der ersten Kostenaufstellung enthalten ist. Zudem können wir die Ausgaben durch Eigenleistungen erheblich senken“, unterstrich er. Doch am Ende bleiben wohl immer noch Kosten von bis zu 18 000 Euro.

Als „eine lohnenswerte Investition in die Zukunft des Vereins, die sich finanziell durchaus tragen lässt“, bezeichnete der Ehrenvorsitzende Heino Timmermann den Vorschlag. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung sollen die Ergebnisse der Kostenermittlung vorgestellt und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.

Gemeinsam mit dem MTV plant der Schützenverein für den 5. April den dritten Biathlon-Wettkampf. „Wir überlegen, die Veranstaltung erstmals für die breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen, nachdem bei den vergangenen beiden Veranstaltungen lediglich Mitglieder der MTV-Laufsparte und unsere Sportschützen teilnehmen durften“, äußerte Jürgen Boll. Dies wäre eine gute Möglichkeit, andere Menschen über die Veranstaltung auf den Schießsport aufmerksam zu machen.

Intensiver bewerben will der Verein künftig das Betriebs- und Feuerwehrschießen, auch wenn diese Veranstaltungen bereits gut frequentiert würden, so die Vorsitzende Urte Schulczewski-Haß. Sie nahm auch einige Ehrungen vor. Volker Wilstermann und Erna Karger erhielten in Abwesenheit die goldene Ehrennadel für 40 Jahre Mitgliedschaft im Norddeutschen Schützen Bund (NDSB) und im Verein. Für 30 Jahre wurde Hans-Otto Wulf, für 20 Jahre Annette Hasch, Andreas Hasch, Petra Hasch-Hennings und Peter Krychanowski sowie für 15 Jahre Klaus Kröger, Michael Mehrens und Dierk Hell geehrt.

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