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Workshop : Miteinander in einer alternden Gesellschaft

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ein Workshop arbeitet im Amt Kellinghusen an Ideen für eine zukunftsgerechte Seniorenpolitik.

Ideen produzieren, diskutieren und Ziele formulieren: Im Brokstedter Bürgerhaus ging es um das Thema „zukunftsorientierte Seniorenpolitik“. Von frühmorgens bis in die späten Nachmittagsstunden erarbeiteten Bürger, Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie von Vereinen und Verbänden Strategien für ein künftig gutes Zusammenleben in der Region.

Fazit am Ende des Workshops von Koordinator Horst Nitz: „Ein guter Anfang.“ Grünes Licht für die Veranstaltung unter Regie der Bertelsmann Stiftung hatte 2013 der Amtsausschuss gegeben, begleitet wurde sie von den Moderatoren Henning Wittig-Koppe und Heike Roth. Die Hauptrolle bei dem Workshop spielte der demografische Wandel. Dies unterstrich eingangs auch Host Nitz als Sprecher der zuvor gegründeten Lenkungsgruppe.

In zweimaligen Treffen hatten deren Akteure bereits eine Handlungsvorlage für den Amtsbereich geschneidert. Handlungsbedarf für die zukünftige Alterspolitik steht nach Untersuchungen der Bertelsmann Stiftung außer Frage. Der Kreis Steinburg, und damit auch das Amt Kellinghusen, sind danach in den kommenden 20 Jahren am stärksten vom Bevölkerungsrückgang, aber auch von der Zunahme der Bevölkerung über 60 und über 80 Jahre betroffen. Nitz zitierte in diesem Zusammenhang das Holsteiner Auenland: „Der ländliche Raum stehe vor enormen Herausforderungen. Die Ansprüche der Bevölkerung änderten sich, neue öffentliche Infrastrukturen würden erforderlich.“ Genau an dem Punkt setzte die Workshoparbeit ein. Denn die Zukunftsfähigkeit der Amts- Kommunen hänge entscheidend davon ab, wie diesen Veränderungen begegnet werde.

An Ideen mangelte es in Brokstedt nicht. Die Vorschläge zum guten Miteinander in einer „alternden“ Gesellschaft reichten von Mobilität, Wohnen, Bürgerbeteiligung, Bildung und Kultur sowie aktives Altern bis hin zu Nachbarschaftshilfe, Betreuung und Pflege.

Verschiedene Arbeitsgruppen bündelten die Vorschläge zur Konkretisierung in einem zweiten Workshop am Sonnabend, 1. November. Auf der Agenda stehen werden dort Themen wie Mobilität mit Bürgerbus, Sammeltaxi und Carsharing. „Festgestellt wurde, dass insbesondere eine Verkehrsinfrastruktur zwischen den Dörfern kaum vorhanden ist“, sagte Nitz. Zudem geht es um die Gründung einer zentralen Anlaufstelle für das Ehrenamt, „wo alle Fäden zusammenlaufen“. Als besonders erfreulich hob Nitz die gute Beteiligung jüngerer Erwachsener heraus. Von ihnen stamme das Projekt „Shake-Hands-Generation“ mit Begegnung zwischen Jung und Alt etwa beim Kochen, Handwerken, Sport oder Geschichten erzählen.

Angegangen werden soll unter der Überschrift „Lebens(t)raum Dorf“ außerdem das Thema Ansprache in den Dörfern. „Es geht dabei um eine Figur, die als Ansprechpartner in vielerlei Belangen fungieren könnte“, so Nitz. Wichtig sei für alle Projekte, dass es eine Förderung durch das Auenland geben könnte. Jetzt komme es darauf an, die bisherigen Mitstreiter bei der Stange zu halten, unterstreicht der Koordinator. Sein Wunsch wäre, außerdem noch weitere Vereine und Verbände für das Projekt begeistern zu können. Dazu eine Bürgeranregung in der Einwohnerfragestunde der jüngsten Ratsversammlung der Stadt: Der Workshop sollte für alle Bürger offen sein.

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erstellt am 23.Okt.2014 | 17:00 Uhr

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