Mit Vollgas über die Piste

Setzt in all seinen Fahrzeugen auf V8 Motoren: Klaus Domeyer mit seinem Gefährt der Marke Eigenbau.  Fotos: Mohr
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Setzt in all seinen Fahrzeugen auf V8 Motoren: Klaus Domeyer mit seinem Gefährt der Marke Eigenbau. Fotos: Mohr

„TopSpeed“ auf der Start- und Landebahn des Dithmarscher Luftsportvereins

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27. Juli 2018, 16:02 Uhr

Zehn Jahre „TopSpeed“ – mit Vollgas zum runden Geburtstag. Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke sorgten am Wochenende für hohe Asphalttemperaturen und damit für eine optimale Reifenhaftung auf der Start- und Landebahn des Dithmarscher Luftsportvereins. Im Minutentakt rasten beim zweitägigen „TopSpeed“, dem Beschleunigungsrennen für jedermann, hartgesottene Motorsportler in verschiedenen Wertungsklassen über die Piste.

Wirkte sich die Hitze positiven auf den Grip der PS-Boliden aus und bescherte somit besonders schnelle Rennzeiten, wurde es für die Motorsportler unter der Schutzkleidung zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. „Die Sicherheit hat bei einer solchen Veranstaltung einen sehr hohen Stellenwert. es ist den Fahrern somit nicht gestattet ohne entsprechende Ausstattung an den Start zu gehen“, erklärte Cheforganisator Sven Franzen.


Sommerhitze sorgt für schnelle Rennzeiten

Groß geschrieben wurde die Sicherheit aber auch abseits der Rennpiste. Immer wieder dröhnte aus Sorge vor einem Flächenbrand die Ansage durch die Lautsprecher, keine Zigaretten oder andere brandauslösenden Gegenstände in die von der Hitze in Mitleidenschaft gezogene Natur zu werfen. Die Feuerwehr St. Michaelisdonn hatte Vorkehrungen getroffen, brauchte am Ende jedoch glücklicherweise nicht aktiv zu werden.

Zu den aktiven Akteuren der Rennveranstaltung zählten bereits das dritte Jahr in Folge Martin Struckmann und Sven Lehmann aus Hamburg. Mit aufgemotzten Mofas der Typen Piaggio Bravo und Piaggo Gilera Ecl gingen die zwei Hobbyschrauber an den Start. „Wir werden den ersten Renntag dafür nutzen, unsere Maschinen optimal einzustellen und dann am zweiten Tag so richtig Gas geben“, so Martin Struckmann.

Da die zu Rennmaschinen umgebauten motorisierten Zweiräder über keine Straßenzulassung verfügen und es in und um Hamburg an Strecken mangelt, auf denen die leidenschaftlichen Rennfahrer ihre umgebauten Mofas einfahren und testen können, sind Veranstaltungen wie das Dithmarscher Beschleunigungsrennen willkommene, wenn auch arbeitsreiche Tage. Schrauben die beiden Freunde abseits der Rennpiste gemeinsam an ihren Maschinen, werden sie auf der Piste zu erbarmungslosen Kontrahenten.

Das siebte Jahr in Folge präsentierte der aus Drelsdorf im Kreis Nordfriesland stammende Zimmermann Klaus Domeyer sein Gefährt der Marke Eigenbau auf dem Rennspektakel. Mit einem überaus minimalistisch ausgestatteten 240 PS starken Chevy S10 Pikup zog der Freizeitschrauber die Blicke der Zuschauer auf sich. „Ich habe auch eine Einladung für das Werner-Rennen bekommen. Dort werde ich meine Fahrzeuge der Marke Eigenbau sowie meine Horex auch ausstellen werde“, kündigt Domeyer an.

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