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Reitsport : Mit „Verlasspferd“ zum Voltigier-Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Sportlerinnen aus dem Reit- und Fahrverein Wilster holten mit Warmblutstute Lafée gute Turnier-Platzierungen.

Wer über Pferdesport und Voltigieren spricht, der kommt am Reit- und Fahrverein Wilster (RuFV) nicht vorbei. Seit Jahren ist die von Anke Granow geleitete Abteilung in Sachen Turnen auf dem Pferderücken unterwegs, und seit Jahren feiert sie Erfolge. Mal auf den Voltigierpferden Duffy oder Happy und mal mit der ukrainischen Warmblutstute Lafée (15), die Anke Granow vor neun Jahren bei dem Dithmarscher Springreiter Gordon Paulsen gekauft hat und seit sechs Jahren im Voltigiersport einsetzt. Zuvor hatte sie Lafée gemeinsam mit ihren Voltis für den Spezialsport ausgebildet. Demzufolge gut ist auch das Verhältnis der Aktiven zu ihrem Vierbeiner: „Lafée macht es sehr brav und ist kinderfreundlich“, stellt Jana Dose heraus. Und Anisa Granow ergänzt: „Lafée ist ein absolutes Verlasspferd.“

Auf Kreisebene machten die Wilsteraner Pferdeakrobaten zuletzt bei den Kreismeisterschaften in Kleve auf sich aufmerksam. Bei den Titelkämpfen des Reiterbundes Steinburg feierte die Gruppe Wilster VI unter der Leitung von Michaela Stenzel mit dem Volti-Pferd Happy in der „Minitour“ ebenso den Titel, wie die von Anke Granow mit Lafée an der Longe vorgestellt Gruppe Wilster II in der „Kleinen Tour“.

Davor und danach stand Wilster I im Rampenlicht – als L-Gruppe zunächst bei den Landesmeisterschaften in Mildstedt/Kreis Nordfriesland, wo Anke Granow ihre Schützlinge zusammen mit Lafée an der Longe zum dritten Platz führte. Und diese gute Platzierung hatte letztlich nicht nur zur Folge, dass ein Wilsteraner Team bei Landestitelkämpfen erstmals in die Medaillenränge kam und sich gleichzeitig für die Norddeutschen Meisterschaften im Oktober im niedersächsischen Timmel qualifizierte, sondern dass auch die Teilnahme am Deutschen Voltigierpokal erstmals möglich wurde. In Herxheim/Rheinland-Pfalz lief es für das junge Team von Anke Granow mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren zwar „nicht ganz wie gewünscht und optimal“, doch mit der Platzierung im hinteren Drittel konnte die engagierte Trainerin gut leben. „Es war unser erstes Turnier auf nationaler Ebene. Ich denke, dass wir gegen die durchweg älteren Mannschaften die Erfahrungen sammeln konnten, die uns in der Zukunft weiter bringen sollen.“ Dass auch die Voltigiererinnen so positiv denken, machten Felicia Eichler und Sarah Aschmoneit deutlich: Während Felicia herausstellt, dass sie und ihre Clubkameradinnen in Herxheim „ein tolles Wochenende“ verlebt haben, betont Sarah Aschmoneit: „Herxheim war eine megaschöne Erfahrung für das Team.“

Insgesamt, so Anke Granow, gebe es derzeit 70 aktive Voltigierer im RuFV, die in einer Breitensport- und sechs Turniergruppen „vom Anfängerbereich bis in die Leistungsklasse L hinein“ trainieren. Mit Mette Weiher (14/LK A) sowie Merle (13/LK L) und Kaya Vierus (10/LK L) stünden dem Verein auch drei Einzelvoltigierer zur Verfügung, die die Farben des RuFV gut nach außen hin vertreten würden. Sichtbar werde das insbesondere an Merle und Kaya Vierus. Die beiden Schwestern sind im Rahmen der Einzeltrophy, ein Einzelnachwuchsförderprogramm für Voltigierer im Bereich des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, weit vorn mit dabei. Im Finale bei den Landesmeisterschaften in Mildstedt sicherte sich Kaya Vierus als jüngste Teilnehmerin des gesamten Wettbewerbs den zweiten Platz.

Mit der L-Gruppe, die aus Aktiven im Alter zwischen neun und 19 Jahren besteht, arbeitet Anke Granow jetzt im dritten Jahr. Zwar habe sich die Zusammensetzung des Teams, bedingt durch Schule und Auslandsaufenthalte einiger Voltigiererinnen über die vielen Monate hinweg verändert, doch gelitten hätte der Gesamteindruck darunter nicht: „Wir haben tollen und hoffnungsvollen Nachwuchs, so dass wir nicht nur das Niveau halten, sondern uns sogar noch verbessern konnten.“

Für Anke Granow hat aber nicht nur der Leistungsgedanke Platz in ihrem Denken. Bezogen auf das, was sie sich für die Zukunft wünsche, betont die Abteilungsleiterin insbesondere: „Wir wollen weiterhin Spaß haben, und wenn der Erfolg dazukommt, ist es umso schöner.“

 

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