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Norddeutsche Rundschau

24. September 2017 | 17:54 Uhr

Wirtschaft : Mit Ungarn auf Expansionskurs

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vizepräsident Istvan Jacab besucht Trede und von Pein am Dammflether Firmensitz / Futtermittelwerk hat Tochtergesellschaft im Raum Debrecen

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 06:34 Uhr

„Es war ein mutiger Schritt, unser Glück auch in Ungarn zu suchen“, urteilte Detlef Beimgraben, geschäftsführender Gesellschafter der Trede und von Pein, über die Entscheidung, eine Tochtergesellschaft des Unternehmens in Ungarn anzusiedeln. „Es war nicht immer leicht, aber wir sind noch da und können auch noch lachen“, fügte er schmunzelnd hinzu und erntete zustimmendes Nicken auf Seiten eines besonderen Gastes: Istvan Jacab, Vizepräsident des ungarischen Nationalparlamentes, machte im Rahmen einer Arbeitsreise auf Einladung der Firma Trede und von Pein zu einem Informationsbesuch mit Werksbesichtigung in Dammfleth Halt. Hintergrund des Besuches: Seit Herbst 2012 ist Trede und von Pein mit einer ungarischen Tochtergesellschaft und drei Lagerstandorten in Ost-Ungarn vertreten. Die wirtschaftliche Entwicklung stieß auch beim CDU-Landtagsabgeordneten Hans-Jörn Arp, beim CDU-Kreistagsabgeordneten Peter Mohr sowie bei den Bürgermeistern von Dammfleth und Itzehoe, Delf Sievers und Andreas Koeppen, auf großes Interesse. In Itzehoe ist die Firma im Hafenbereich angesiedelt. Und auch in Beidenfleth gibt es einen Umschlagplatz an der Stör.

Detlef Beimgraben erläuterte zunächst die Entwicklung des Familienunternehmens, für das er selbst in sechster Generation für den Zweig Trede in der Geschäftsführung tätig ist und mit Philipp von Pein auch schon die siebte Generation vertreten ist. Von der Historie bis in die Gegenwart schlug Beimgraben den Bogen, um dann speziell auf das unternehmerische Engagement Trede und von Peins in Ostungarn einzugehen – in Zusammenarbeit mit Attila Czibere, Geschäftsführer der ungarischen Tochterfirma. Die drei Standorte befinden sich mit einem 12  000-Tonnen-Lagerplatz in Hajdusamson, einem 60  000-Tonnen-Lagerplatz in Nagykallö sowie einem 20  000-Tonnen-Lagerplatz mit direktem Bahnanschluss in Nyirbator. Schon seit etwa zweieinhalb Jahren werden Futtermittel – Mais und Sonnenblumen – per 20-Fuß-Bulk-Container (Schüttgutcontainer) per Bahn aus Ost-Ungarn von den Standorten der Firma ins Bahnterminal nach Hamburg-Waltershof transportiert. Von dort werden die Container von der Firma per Laster abgeholt und größtenteils nach Dammfleth gebracht.

Beimgraben: „Wöchentlich werden für Trede und von Pein bis zu 48 Container als Begleitfracht bei drei Zügen mit zirka1200 Tonnen Futtermitteln bewegt.“ Das Unternehmen überlege nun, im Verbund mit mehreren Partnern die Schaffung einer Bahnanbindung am Standort Itzehoe, um Waren über Hamburg hinaus auch bis zur Steinburger Kreisstadt durchrollen zu lassen. Am ungarischen Standort Nyirbator sei bereits die notwendige Bahninfrastruktur für einen neuen Bahnterminal geschaffen worden. Dort sollen in Zukunft neben Agrargütern weitere Gütertransporte über die Bahn nach Deutschland angeschoben werden. Im Rahmen des Austausches wiesen Detlef Beimgraben und Attila Czibere als Leiter der ungarischen Aktivitäten noch einmal auf die vielen Vorteile einer solchen Verbindung für die Regionen in Ost-Ungarn im Raum Debrecen, der zweitgrößten Stadt des Landes mit 200  000 Einwohnern, ebenso wie für den Kreis Steinburg und die Stadt Itzehoe hin. Bei den anwesenden Vertretern der Politik warben beide auch im Namen der weiteren beteiligten Unternehmen um politische Unterstützung dieses Vorhabens.

Der Besuch Istvan Jacabs klang mit einer Besichtigung des Futtermittelwerkes aus, wobei er den Blick vom Turm über die Marsch sichtlich genoss.

 

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