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Berufliche Integration : Mit Training zurück ins Arbeitsleben

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wenn ein Unfall oder eine Krankheit einen Bürger aus dem Arbeitsleben reißen, hilf das Trainings- und Integrationscenter (TuIC) in Itzehoe. Hier werden Betroffene wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Rund zwei Drittel werden wieder vermittelt.

Ein Unfall bei der Arbeit, eine chronische Erkrankung oder ein plötzlicher Burnout – es gibt viele Umstände, die einen Menschen plötzlich aus dem Arbeitsleben reißen können. Oft endet ein solches Ereignis in sozialer Isolation, Perspektivlosigkeit und einem gestörten Selbstwertgefühl. Im Trainings- und Integrationscenter (TuIC) in Itzehoe werden Betroffene wieder fit für den Arbeitsmarkt gemacht. Das Center ist nur eine von fünf Einrichtungen des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerkes, das seit Jahren in der beruflichen Integration tätig ist und seinen Sitz in Husum hat.

Ein Team aus Pädagogen, einer Psychologin, einer Arbeitserzieherin, einem EDV-Trainer und einer Verwaltungsmitarbeiterin kümmern sich hier um die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer. Im Mittelpunkt stehe dabei immer der Mensch. „Wir suchen für jeden eine individuelle Lösung und zwängen niemanden in eine Schublade“, erklärt Gudrun Möller, Teamleiterin und Betreuerin des Standorts Heide.

Mithilfe von arbeitsmedizinischer Diagnostik, psychologischer Testverfahren, Eignungsfeststellung oder Ergotherapie werden den Teilnehmern neue Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie wieder ins Berufsleben einsteigen können. „Wir gucken, wo die Stärken liegen und erarbeiten daraus eine Lösung“, erklärt Wiebke Sönksen-Muhl, stellvertretende Einrichtungsleiterin. Zum Trainingsprogramm, für das vorher ein Antrag beim Rententräger gestellt werden muss, gehören neben Typ- und Stilberatung auch ein Erste-Hilfe-Kurs sowie EDV-, Kommunikations- und Telefontraining. Zweimal pro Woche steht Reha-Sport auf dem Plan, täglich ein gemeinsames Mittagessen im himmel+erde. „Das ist auch gut für die soziale Kompetenz – und wir haben hier eine tolle Gemeinschaft“, weiß die stellvertretende Einrichtungsleiterin. Außerdem sollen Praktika dabei helfen, sich in verschiedenen Berufsfeldern zu orientieren und die Belastungsfähigkeit zu testen.

Nicht immer stünde am Ende der alte Job zur Verfügung. „Ein Mann kam zu uns, weil er mit einem kaputten Rücken nicht mehr in seinem Beruf als Servicetechniker arbeiten konnte. Nach einem Praktikum tritt er jetzt eine Stelle in einer Fahrradwerkstatt an“, freut sich Elisabeth Ganseforth, Trainerin im TuIC Itzehoe.

Durch ein gutes Netzwerk an hiesigen Firmen können sie und ihre Kollegen viele ihrer Schützlinge über Praktika zurück in die Jobwelt vermitteln. Mit Erfolg: Rund 66 Prozent der Teilnehmer konnten im vergangenen Jahr erfolgreich vermittelt werden. „Und waren auch ein halbes Jahr danach noch im Job“, ergänzt Wiebke Sönksen-Muhl.

 

> Infos bei TuIC in der Viktoriastraße 7, im Internet unter www.tuic.de oder telefonisch unter 04821/804060

 

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erstellt am 29.Okt.2013 | 05:19 Uhr

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