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Loch gestopft : Mit Pferdemist gegen drohende Fluten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Löcher am Deich in Kollmar werden gestopft. Bauern rücken nachts mit Sandsäcken an.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Das Loch im Deich am Kollmaraner Hafen ist gesichert. Deichgraf Harm Meinert atmet auf. „Es besteht keine Gefahr mehr, wir haben alles im Griff.“ Es war eine harte Nacht für ihn und die Feuerwehrleute, die halfen. „Der Deich wurde gegen 4.30 Uhr durch den Wellenschlag ausgespült“, erklärt 62-Jährige. Landwirte hatten Sandsäcke gebracht, um das immer größer werdende Loch so zu sichern. Mitarbeiter des Amtes für Küstenschutz halfen gestern morgen, die Ausspülung fachgerecht zu festigen.

Harm Meinert war mit vielen Feuerwehrleuten die ganze Nacht am Deich. „Ab 22 Uhr haben wir am Abend Mist in die Stöpe verfüllt“, erzählt der Landwirt. Ab 2 Uhr nachts nahm der Sturm immer mehr zu, die Männer hatten nur den Unterstand der öffentlichen Toiletten am Deich als Rückzugsort.

Verpflegt wurden sie von den Damen des örtlichen DRK, die Kaffee und Brote brachten. „Der Kaffee hält wach“, so Harm Meinert gestern Morgen, da hatte er schon seit über 30 Stunden nicht mehr geschlafen.

So ging es auch den Feuerwehrleuten und Deichläufern, die nachts ständig den Deich abgingen, um Löcher zu sichten.

Davon gab es gestern mehrere, die ebenfalls bereits gestern im Laufe des vormittags gesichert wurden. Erschwert wurde die Arbeit durch ständige Hagelschauer. Ans Schlafengehen war immer noch nicht zu denken, die Männer warteten bereits auf das nächste Hochwasser.

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