Mit Pfeil und Bogen durch die Bunkerlandschaft

Begeistert vom Parcours (v.li.): Benedikt Bartsch, Bernd Hach, Marco Knott und Gert Kneesch vom Jagdbogenclub Hasselfelde aus Kiel. Foto: hinz
2 von 2
Begeistert vom Parcours (v.li.): Benedikt Bartsch, Bernd Hach, Marco Knott und Gert Kneesch vom Jagdbogenclub Hasselfelde aus Kiel. Foto: hinz

Avatar_shz von
01. April 2011, 08:52 Uhr

Hohenlockstedt | Bei schönstem Frühlings-Sonnenwetter mit Pfeil und Bogen durch den Wald: Der Verein "Bowsnipers", richtete auf dem Gelände des ehemaligen Munitionsdepots sein jährliches Turnier aus. Auf der 50 Hektar großen, bewaldeten Fläche konnten die Feldbogenschützen ungestört auf die Ziele anlegen. 150 Starter aus der Bundesrepublik in 32 Gruppen, darunter 30 verschiedene Vereine, gingen auf die Jagd nach den in drei Rundparcours ausgestellten 34 Tieren - und waren begeistert.

Die Teilnehmer kamen nicht nur aus Schleswig-Holstein und Hamburg, sondern auch aus Niedersachsen, Nordrhein Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern. Mit-Organisator Olaf Böckers wies auf das große Spektrum an Teilnehmern hin, ob männlich oder weiblich: "Es ist ein Sport ohne Altersbegrenzung, die Teilnehmer haben ein Alter von dreieinhalb bis 85 Jahren."

Gruppen aus fünf Personen gingen von Ziel zu Ziel und schossen aus unterschiedlichen Entfernungen. Die besten Schützen wurden anschließend geehrt. Angelegt wurde auf 1,60 Meter große Tiere aus Polyurethan-Schaum. "Es ist ein weitläufiges Gelände, das abwechslungsreich ist - von moorig über holzig bis zu Straßenbelag ist alles vorhanden", sagte Benedikt Bartsch (26) vom Jagdbogenclub Hasselfelde aus Kiel, der mit vier weiteren Vereinsmitgliedern teil nahm. "Die Bunkerlandschaft mit ihrem Auf und Ab hat einen großen Reiz." Und das Gelände sei nicht nur für die jüngeren Teilnehmer geeignet. "Ich als Vertreter der Altersgruppe Ü55 finde, dass es schöne Runden sind, die wir hier gedreht haben", bestätigte sein Vereinskollege Bernd Hach (58). Besonders die Abwechslung komme auf dem Gelände zum Tragen. Die waren schon bei allen drei Turnieren des gastgebenden Clubs dabei, aber dieses Gelände sei das geeignetste. "Es hätten gerne noch mehr Ziele sein können", wünschte sich Bartsch.

Auch der amtierende Deutsche und Vize-Europameister im Longbow, Frank Riedel vom Verein "Bogenfreunde Wuldor" aus Kiel, nahm teil. "Der Schwierigkeitsgrad ist gut bis sehr gut, es ist kein Turnier für Anfänger", urteilte er. Er war nicht nur als Teilnehmer dabei, sondern nutzte die Gelegenheit auch, seinen Stand für Zubehör zu eröffnen. Begeistert zeigte sich vom Bogenschuss in der Natur auch Thomas Karpyn. "Das Gelände ist schön, alles prächtig."

Der gastgebende Verein aus Hohenlockstedt hatte das Turnier in wochenlanger Vorbereitung mit zehn Mitgliedern organisiert, wie Olaf Böckers schilderte. Er überwachte das Geschehen gemeinsam mit weiteren Organisatoren in der Halle der "Bowsnipers".

Bei den meisten Teilnehmern habe aber nicht die Leistung im Vordergrund gestanden, sondern die Bewegung in der Natur. Die Bewegung an der frischen Luft sei gesund, und die "gesamte obere Muskulatur" werde gefördert.

Ergebnisse: Minis/Schüler (alle Klassen): 1. Robin Cordes (433); 2. Helena Markwardt, (269); 3. Tim Scheunemann, (256); Jugend (alle Klassen): 1. Philipp Hoy (304); 2. Simon Gebheim (303); 3. Leon Grothe (255); Damen Jagdbogen: 1. Daniela Zokoll (329); 2. Jutta Krautkrämer (298); 3. Elisabeth Zühlke (275); Damen Longow (traditionell): 1. Angela Horn (291); 2. Andrea Karow (253); 3. Anja Hoops (217); Compound unlimited, Damen/Herren Recurve blank: 1. Hannu Turba (436); 2. Toralf Wuth (393); Compound unlimited, Herren: 1. Sven Posekardt (489); 2. Ralph Schmalz (475); 3. Fürstenwerth Torsten (468); Damen Longow glas: 1. Sabine Teichgräber (257); 2. Elvira Milanese (246); 3. Gesa Fabian (159); Herren Longbow traditionell: 1. Wolfgang Gröschel (327); 2. Andreas Horn (321); 3. Ingo Rosenkranz (320); Herren Jagdbogen: 1. Peter Spreng, (404); 2. Guido Zokoll, (385); 3. Ulli Scholz, (380); Herren Longbow glas: 1. Andreas Jahrmärker, (394); 2. Ralf Wichmann, (353); 3. Holger Heß, (328).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen