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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 22:29 Uhr

Wichtige Tipps : Mit passender Farbe zum Traumjob

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Hosenanzug in Taubenblau oder im klassischen Schwarz? Die Arbeitsagentur gibt Kleidungstipps für die Bewerbung.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2016 | 19:00 Uhr

Draußen herrschen noch fast winterliche Temperaturen, aber in der Agentur für Arbeit in der Fehrsstraße ist bereits der Sommer eingekehrt. Denn Coach- und Imageberaterin Sonja Hinrichs findet unter den Teilnehmern einer Infoveranstaltung für Menschen, die in den Beruf zurückkehren wollen, gleich mehrere „Sommertypen“. So bezeichnet die 47-Jährige die Frauen, denen vor allem helle und warme Farben stehen. Dazu gehört Ruth Jakobs, die in dem Seminar sitzt, um ihren eigenen Kunden weiterzuhelfen. Sie ist Arbeitsvermittlerin und berät die Menschen, wie sie ihre Chancen bei Bewerbungsgesprächen erhöhen können.

„Dabei kommt es eben auch auf scheinbare Kleinigkeiten an“, sagt Andreas Böckmann, Beauftragter der Arbeitsagentur für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. „Es gibt keine zweite Chance auf einen ersten Eindruck“ Deshalb versuche die Agentur, Interessierten zu vermitteln, wie sie sich am besten präsentieren. Neben einer Farb- gibt es auch noch eine Stilberatung und einen Business-Knigge, in dem das Verhalten der Bewerber geschult wird. „Es ist entscheidend, wie man auftritt. Und in einem Bewerbungsgespräch ist man sowieso unsicher. Wenn man sich in seiner Kleidung und seinem Auftreten aber sicher fühlt, dann kann man sich auch besser auf seine wahren Stärken konzentrieren.“

Deswegen geht es da, wo eigentlich Jobs vermittelt werden sollen, heute nur um Kleider und Farben – und die sieben Frauen, die an dem Kursus teilnehmen, bekommen eine kostenlose Typberatung. Sie sind alle im mittleren Alter, wollen zurück in den Job oder sich beruflich verändern. „Oft sind es Männer, die Bewerbungsgespräche führen – und die nehmen dann eben auch oft Jüngere“, sagt eine Frau, die mit 55 Jahren gern wieder am Empfang arbeiten möchte. „Schon deshalb möchte ich mehr aus meinem Typ machen.“ Das könne jeder, verspricht Sonja Hinrichs, auch Männer. Die seien bei solchen Seminaren allerdings nur sehr selten zu finden“.

„Ich habe eigentlich den ganzen Schrank voller weißer und schwarzer Klamotten“, sagt Ruth Jakobs. „Und Pink mag ich gar nicht, da sehe ich immer ein bisschen aus wie Miss Piggy.“ Das fordert Sonja Hinrichs heraus, sie zückt gleich eine Reihe verschieden farbiger Tücher, die sie Ruth Jakobs über die Schultern legt. Ein blassrosafabenes gefällt dann auch der Arbeitsvermittlerin. „Sie müssen ja nicht gleich alles ändern, aber warum kombinieren Sie nicht mal ihre klassischen Sachen mit einem Tuch in warmen Farben?“

Die Teilnehmerinnen überzeugt das. „Entscheidend ist, dass Sie sich wohlfühlen“, sagt Sonja Hinrichs. Allen gibt sie einen Farbpass mit, den die Frauen dann zum Einkaufen mitnehmen können. Allerdings sei die Entscheidung dann doch nicht immer leicht, sagt die Beraterin. „Denn es gibt ja keine Damenausstatter. Und die Verkäufer können auch nicht immer gezielt genug beraten.“ Zudem sei es schwer, sich bei großer Auswahl richtig zu entscheiden.

Eine, die das getan hat, ist Sonja Schukat. Sie hat sich gerade erfolgreich für einen Job bei der Volkshochschule beworben – in einem taubenblauen Hosenanzug. „Diese Farbe passt auch zu Ihrem Typ“, sagt Sonja Hinrichs. „Obwohl Sie die auch mit herbstlichen Tönen kombinieren können.“ Auf jeden Fall sei das eine gute Alternative zu Schwarz und Weiß.

Sonja Hinrichs unterscheidet die verschiedenen Frauen nach Jahreszeiten-Typen. „Herbst- und Frühjahrstypen nehmen eher warme Farben, Sommer- und Wintertypen eher kalte. Das unterstreicht den Typ und gibt ein harmonisches Gesamtbild.“ In Norddeutschland überwiege deutlich der Sommertyp – mit blauen Augen, blonden Haaren und heller Haut.

So wie auch an diesem Tag in der Arbeitsagentur. Viele der Frauen, von denen die meisten einen Job in der Verwaltung anstreben, wollen künftig mutiger bei ihrer Kleiderwahl sein. Und wer dennoch unsicher ist, bleibt eben klassisch, sagt Sonja Hinrichs. „Sie können immer was in Marineblau nehmen, das ist sehr beliebt. Nicht umsonst sehen Uniformen der Stewardessen so aus. Die Farbe steht zwar eigentlich keinem wirklich gut – aber eben auch niemandem richtig schlecht.“




>Eine kostenlose Stilberatung zu Kleidung und Frisur mit Sonja Hinrichs gibt es bei der Agentur für Arbeit in Itzehoe am Freitag, 22. April, von 9 bis 11.30 Uhr. Infos: 04821/98288.

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