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Mit neuer Leiterin auf dem Weg zur Gemeinschaftsschule

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glückstadt | Eines gab Schulrätin Gisela Zimmermann der neuen Rektorin der Glückstädter Regionalschule gleich zu Anfang mit auf den Weg: "Die Schuhgröße vergessen sie jetzt mal." Gemeint waren die Fußstapfen von Vorgänger Herbert Frauen. Denn der hatte nicht nur durch seine Körpergröße, sondern vor allem durch den erfolgreichen Zusammenschluss von Haupt- und Realschule 2009 dafür gesorgt, dass die Abdrücke "enorm groß" ausgefallen seien.

Nach der Pensionierung des ehemaligen Schulleiters im letzten Jahr hatte sich zunächst Brigitte Pieper als Retterin in der Not erwiesen. Weil sich keine Nachfolger fand, übernahm sie das Amt kommissarisch - bereits zum zweiten Mal. Denn schon 2008, als der damalige Leiter der Hauptschule ging, sprang sie ein. "Ich habe es gerne gemacht und viel dazu gelernt", so die 62-Jährige.

Diesen Einsatz wusste auch Schulrätin Gisela Zimmermann zu schätzen: "Sie haben hier so viel bewegt und gezeigt, dass sie eine Schule leiten können." Damit habe sie nicht nur für ein gutes Klima gesorgt, sondern auch das Fundament für die Integration des Förderzentrums gelegt. Ihrer Nachfolgerin wird sie als Konrektorin auch weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehe. Allerdings nur ein halbes Jahr, dann sei auch für sie Schluss mit Schule, der Ruhestand warte.

Bis es soweit ist, wird sie Schulleiterin Claudia Siebert den Übergang zum neuen Arbeitsplatz erleichtern. Auch wenn der bisher durchweg positiv verlaufen sei. "Ich wurde hier mit offenen Armen empfangen und bis jetzt ist es genauso, wie ich es mir erhofft und erträumt habe." Denn die Wahl der 42-Jährigen, die bisher als Koordinatorin die Außenstelle Ramskamp der Erich-Kästner-Schule in Elmshorn geleitet hatte, fiel nicht zufällig auf Glückstadt. "Meine alte Schule war mir zu groß, das hier ist für mich fast schon eine kleine und gemütliche Schule." Zudem schätze sie die "kurzen Wege" zu den Kollegen, die sie aufgrund der zwei Standorte am alten Arbeitsplatz vermisst hatte.

Ihr großes Projekt werde in diesem Schuljahr die Umwandlung von der Regional- zur Gemeinschaftsschule sein. "Dafür müssen wir jetzt ein Konzept erarbeiten und die individuelle Förderung mehr in den Fokus stellen", kündigte sie an. Auch die Wahlpflichtkurse müssten dafür angepasst werden. Zudem sei die Neugestaltung des Schulhofes bereits auf ihrer To-Do-Liste, verriet sie. "Ich weiß, dass das den Kollegen am Herzen liegt."

Ihrer Freizeit verbringt die gebürtige Elmshornerin am liebsten auf dem Rasen. "Ich bin mit Leib und Seele Fußballerin", schwärmte sie. 30 Jahre lang habe sie im Verein gekickt, heute mache ihr das Alter einen Strich durch die Rechnung. "Es gibt im Fußball so gut wie nichts mehr für Frauen über 30." Am Spielfeldrand sei sie hingegen noch im Einsatz - um ihren 17-jährigen Sohn anzufeuern, der sogar in der Regionalliga spielt. Ob mit oder ohne Ball - der nächste Einsatz wird für die Elmshornerin ein Heimspiel. "Ich freue mich auf die Aufgabe."

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erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

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