Feuerwehr Brokdorf : Mit neuem Schlauchboot Leben retten

Feuerwehrfrau Manuela von Thun (l.) und Tochter Josephine wünschen dem neuen Rettungsboot mit einem „Sektkuss“ eine erfolgreiche Zukunft.
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Feuerwehrfrau Manuela von Thun (l.) und Tochter Josephine wünschen dem neuen Rettungsboot mit einem „Sektkuss“ eine erfolgreiche Zukunft.

Feuerwehr Brokdorf kann ab sofort schneller bei Hilfsaktionen auf der Elbe unterwegs sein.

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16. August 2017, 05:00 Uhr

Wenn es um die Rettung von Menschenleben bei Bade- oder Schiffsunfällen auf der Elbe geht, ist die Freiwillige Feuerwehr Brokdorf jetzt optimal ausgestattet. D er Wehr wurde ein neues, 5,85 Meter langes Rettungs-Schlauchboot übergeben, das bei einer anderthalb Stunden dauernden Probefahrt auf der Elbe seine Bewährungsprobe bestand. Der 100 PS starke Motor machte das Boot mehr als 63 Stundenkilometer schnell. Die Gemeinde stellte für den Kauf des Rettungsbootes rund 60  000 Euro zur Verfügung. Einen zehnprozentigen Zuschuss gab es aus Mitteln der Feuerschutzsteuer des Landes.

„Ich wünsche der Feuerwehr immer erfolgreiche Rettungsfahrten“, sagte Bürgermeisterin Elke Göttsche. Neben ihr und den Mitgliedern der Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr nahmen Gemeindevertreter und Ehrengäste an der Indienststellung des neuen Rettungsbootes teil, unter ihnen auch Ehrenbürgermeister Eggert Block. Wehrführer Jan von Horsten hieß auch die Ehrenmitglieder der Wehr und die alte Wehrführung mit Thorsten Block und Jörg Schmidt willkommen.

Das Schlauchboot vom Typ „Bibercraft“, das von der Kieler Firma Köser Marine geliefert wurde, muss bei Einsatzfahrten von einer dreiköpfigen Besatzung gefahren werden. Dabei können bei der Menschenrettung bis zu neun Personen an Bord genommen und an Land gebracht werden. Das Boot verfügt über Blaulicht, Seefunk für den Kontakt mit den Schiffen auf der Elbe und den digitalen Feuerwehr-Funk sowie eine elektronische Seekarte, die den Standort auf der Elbe punktgenau anzeigt. Die besten Wünsche für eine glückliche Zukunft gaben die 36 Jahre alte Feuerwehrfrau Manuela von Thun und deren 13-jährige Tochter Josephine als Mitglied der Jugendfeuerwehr dem neuen Rettungsboot mit einer Sekttaufe mit auf den Weg.

Das inzwischen 15 Jahre alte Vorgängerboot soll meistbietend verkauft werden. Aufgrund von Materialermüdung verlor es nach und nach an Luft, so dass es immer wieder zur Reparatur in die Werkstatt gebracht werden musste.

Zu Wasser gebracht wird das Bibercraft-Boot über einen Schwenkkran, der im Bereich des Pumpwerk-Auslaufs der Wettern am Elbkai unmittelbar hinter dem Feuerwehrhaus montiert wurde. Eine zweite Einsatzstelle steht in Scheelenkuhlen zur Verfügung.

Der Übergabe des Bootes an die Brokdorfer Wehr durch Köser-Mitarbeiter Marc Stoffels und der Probefahrt auf der Elbe schloss sich ein Imbiss an, zu dem die Gemeinde ins Feuerwehrhaus eingeladen hatte.

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