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Mit Leidenschaft und Können: Kantorei probt Weihnachtsoratorium

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erstellt am 13.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kellinghusen | "Immer weiter tanzen! Die Musik will weitertanzen." So stimmt Kirchenmusikerin Maja Zak die Sängerinnen und Sänger ein. Kopfnicken bei allen im Saal des Gemeindehauses Kastanienallee, kurzes Zurechtrücken, den Körper in Spannung bringen - und singen: "Jauchzet ihr Himmel". Die Kantorei St. Cyriacus probt den ersten Satz des Stückes noch einmal, und der Tanz der Töne gelingt.

Die Kellinghusener Kantorin erläutert mit Worten, mit Gesten, mit Leidenschaft. Es solle nicht jazzig-poppig klingen, wie man es auch machen könne, sondern "eher breit, wogend". Silke Herfen singt im Sopran und ist begeistert von der musikalischen Leitung: "Maja Zak macht das sehr dynamisch, und sie ist sehr genau. Das ist angenehm. Sie kann sehr gut dirigieren und Einsätze geben." Kerstin von Rauch bekräftigt das, sie kennt es auch anders: "Bei manchen Chorleitern haben wir uns vor Aufführungen gefragt - ob das wohl klappt? Maja übt mit uns ganz konsequent bis sie wirklich sicher ist - und dann sind wir es auch!" Die neue Kirchenmusikerin, die auch in Henstedt und Stellau tätig ist, hat das Stück ganz bewusst ausgewählt: "Es ist nicht zu schwierig, aber hat Niveau", erläutert Maja Zak: "Wir wollen etwas Originelles machen und Anfang Dezember ein Weihnachtsoratorium präsentieren, das zur Abwechslung einmal nicht von Johann Sebastian Bach stammt."

"Wir" meint in diesem Zusammenhang drei Chöre der Region - neben der Kellinghusener Kantorei sind die Kirchenchöre Hennstedt (Leitung Brigitte Gier) und Hohenlockstedt (Kerrin Otte) an dem Projekt beteiligt. Das Weihnachtsoratorium stammt aus der Feder des 1748 im thüringischen Rudolstadt geborenen Komponisten Georg Gebel. Das Stück sei eine musikalische Wiederentdeckung der jüngsten Zeit. Es vereine feine harmonische Wendungen und liebliche, leicht einprägsame Melodien mit lebendigen, tänzerischen Rhythmen und biete eine durchdachte, textgebundene Klangfarbendramaturgie. Ein tolles Stück, schwärmt die hauptamtliche Kirchenmusikerin Maja Zak: "Die kontrastreiche, expressive, glänzende Musik - hat eine enorme, unüberhörbare positive Ausstrahlung." Der Orchesterpart mit virtuosen Streichern und festlichen Trompeten sei mal im Einklang, mal im Dialog mit dem Chor. "Es klingt majestätisch und ist doch was Neues. Soweit ich weiß, hat es hier im Norden noch niemand aufgeführt. Und es ist machbar." Damit unterstreicht die Kantorin einen Aspekt, der ihr "enorm wichtig" ist: "Respekt! Das musikalische Niveau muss gewährleistet sein - sonst leiden alle." Für ihre Arbeit mit der Kantorei und anderen musikalischen Gruppen sei daher Wertschätzung die Grundlage: "Vertrauen, Zusammenarbeit, Lust auf Musik."Interessierte Sänger und Sängerinnen sind eingeladen, die Kantorei St. Cyriacus zu verstärken. Geprobt wird jeden Donnerstagabend um 19.30 Uhr im Gemeindehaus Kastanienallee.

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