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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 15:11 Uhr

Hubertusmesse : Mit gutem Gewissen zur Jagd

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

400 Besucher bei der Jägerschaft in Wacken. Ex-Ministerpräsident Carstensen präsentiert die Hubertuslegende.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2014 | 17:12 Uhr

Die Hubertusmesse der Kreisjägerschaft Steinburg lockte über 400 Besucher in die Heiligen-Geist-Kirche nach Wacken. Bereits vor dem Gotteshaus stimmten Fackeln und Feuerkörbe auf die Andacht ein. Die Jagdhornbläser des Ausrichters Hegering 10 sowie das Bläserkorps der Kreisjägerschaft Steinburg mit den Steinburger Jagdhörnchen verbliesen Jagdsignale.

Der Gottesdienst wurde von Pastorin Kerstin Popp auf Plattdeutsch gehalten. Sie wies in ihrer Predigt darauf hin, dass die Jagd ein wichtiger Teil des Naturschutzes sei und seit jeher zur Versorgung sowie der Hege und Pflege von Tier und Natur diene.

Die Hubertuslegende wurde von Peter Harry Carstensen vorgetragen. Darin heißt es, Hubertus sei nach dem Tod seiner geliebten Frau zum Einsiedler geworden und habe in den Wäldern räuberisch gejagt, bis ihm ein Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz im Geweih gegenübertrat. Durch diese Begegnung fand der Mann ins Leben zurück, wurde Priester, später Bischof von Maastricht. Heute wird er als Schutzheiliger des Wildes, der Jäger und Schützen verehrt.

Im Anschluss an die Messe begrüßte der Vorsitzende vom Hegering 10, Sönke Kühl, die Gäste im Gasthof „Zur Post“. Kreisjägermeister Matthias Sagebiel lobte die Organisation und Ausrichtung der Kreis-Hubertusmesse sowie die jagdliche Ausschmückung von Kirche und Saal.

Ex-Ministerpräsident Peter Harry Carstensen erzählte, er habe als 16-Jähriger seine Jagdprüfung abgelegt und den Umgang mit dem Tier und der Natur gelernt – wie jeder Jäger. „Wir arbeiten mit der Natur und die verändert sich genauso wie alles andere. Das, was heute noch richtig erscheint, kann sich schon morgen anders darstellen.“ Er betreibe die Jagd tierschutzgerecht, mit großer Freude und gutem Gewissen, sagte der ehemalige Ministerpräsident. „Früher musste ich arbeiten, heute sage ich: Freiheit für die Rentner, ich nehme möglichst jede Einladung zur Jagd an.“ Carstensen schloss sich den Worten der Pastorin an: „Die Balance zwischen Eingreifen und in Ruhe lassen ist schwierig und muss immer neu ausgelotet werden.“

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