Herzhorn : Mit Glück zum Aniskringel

Jule Lehmann mit zwei verpackten Aniskringeln, die ihr Papa in der Nacht vor dem Markt gebacken hatte.
Jule Lehmann mit zwei verpackten Aniskringeln, die ihr Vater  in der Nacht vor dem Markt gebacken hatte.

Auf dem Kringelmarkt drehen sich wieder die Glücksräder.

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31. Juli 2018, 05:03 Uhr

Er hatte die ganze Nacht durchgebacken, doch das war Willi Lehmann gestern nicht anzumerken. Er lachte zufrieden und freute sich auf die Gäste. Noch bevor es eigentlich los ging, strömten die Besucher zu seinem Kringelmarkt. Schon vor dem offiziellen Start waren die Glücksräder umstellt. Sie alle wollten dort einen frisch gebackenen Aniskringel gewinnen.

Unter den Gästen waren auch Ebbo und Silke Meinert. Die Glückstädter kommen immer, „wenn wir nicht gerade im Urlaub sind“. Diesmal seien sie von ihren Kindern geschickt worden, Aniskringel mit nach Hause zu bringen. „Sie lieben ihn“, meinte die Mutter. Doch zunächst wollten sie zum Glücksrad, wo es den Kringel zu gewinnen gibt. „Das Glücksrad gehört dazu“, so Ebbo Meinert. Allerdings, sagte er zu den Erfahrungen aus den vergangenen Jahren: „Früher hatten wir mehr Glück.“ Aber notfalls gab es die Kringel ja auch ganz regulär bei Andrea Lehmann zu kaufen. „Die ganze Familie hilft“, sagte Willi Lehmann, der sich auf die Unterstützung von Ehefrau Andrea und seinen Kindern verlassen kann.

Der Kringelmarkt ist zwar jedes Jahr klein, aber äußerst beliebt. Große Anziehungskraft auf die kleinen Besucher übt dabei das Kinderkarussell der Familie aus. „Es ist jetzt 40 Jahre alt“, erzählte Willi Lehmann. Stände wie die Losbude gab es diesmal wieder nur wenige, dafür stand das Kulinarische in Form von Kringel, Crêpes, Wurst und Getränken im Vordergrund.

Caren Hartz, Wirtin der Gaststätte „Zur Linde“, hatte Kaffee gekocht und Kuchen gebacken. Später wollte sie für die Gäste kochen. Denn zum Kringelmarkt gehört das gesellige Zusammensein bis in den Abend dazu. Viele nutzen die Gelegenheit, sich traditionsgemäß bei dem Marktvergnügen in Herzhorn immer am ersten Montag nach Jacobi mit anderen zu treffen, um zu klönen und Spaß zu haben.

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