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Beidenfleth : Mit Fischkutter Störfähre demoliert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nächtliche Amokfahrt eines 22 Jahre alten Beidenflethers: Erst rammt er Fähre Else, dann ein Segelboot. Riesenglück für schlafenden Skipper

shz.de von
erstellt am 03.Okt.2013 | 16:31 Uhr

In der Nacht zu Gestern hat in Beidenfleth ein 22-Jähriger auf der Stör mit einem Fischkutter großen Schaden angerichtet. Unter Alkohol- und vermutlich auch Drogeneinfluss, startete er im Verlauf einer Veranstaltung den Kutter seines Vaters und steuerte damit auf dem Tidenfluss hin und her. Dabei rammte er, wahrscheinlich sogar öfter, die Störfähre Else, die vorschriftsmäßig auf ihrer Nachtposition lag.

Es wird vermutet, dass der Kutter sich hinter einer Seilbank, die an der Fähraußenseite die Führungsseile halten, hängen blieb und gegen die Querseilkette prallte. Dabei wurde das Querseil angerissen, die Reling, der Seilbock und vermutlich auch die Winde beschädigt, außerdem wurde der Rumpf verbeult. Durch die Wucht des Aufpralls und das Verhaken mit der Fähre, driftete das Fährschiff auf die Bahrenflether Seite.

Der vermeintliche Kutterkapitän versuchte daraufhin an einem nahen Anleger festzumachen, dabei touchierte er eine vertäute Segelyacht. An Bord: Der schlafende Eigner, der nach Polizeiangaben nicht zu Schaden kam. Der 22-Jährige drehte mit dem Schiff und setzte seine Fahrt in entgegengesetzter Richtung fort. Bei einem erneuten Wendemanöver schreckten Segler am Anleger des Beidenflether Seglervereins, die an Bord ihrer Boote schliefen, auf.

Mittlerweile hatte der junge Mann den Kutter an seinen ursprünglichen Liegeplatz verbracht. Zwischenzeitlich war der Fähr-Geschäftsführer vor Ort und konnte mit dem Fährpersonal die Fähre wieder positionieren und sich einen ersten Überblick über den Schaden verschaffen. Ein Gutachter muss jetzt den Schaden besichtigen, bevor ein Werftplatz gesucht wird. Die Schadenshöhe wird auf mehrere 10000 Euro geschätzt, hinzu kommt eine Ausfallzeit für das Fährschiff und das Personal.

Parallel dazu war die Polizei eingetroffen, die den randalierenden Kutterkapitän in Gewahrsam nahm.

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