Working Equitation : Mit Feingefühl und Tempo im Sattel unterwegs

Harmonisches Paar: Carolin Schömer und Lusitanohengst Xijo gewannen die schwerste Prüfung.
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Harmonisches Paar: Carolin Schömer und Lusitanohengst Xijo gewannen die schwerste Prüfung.

Mit dem Pferd über Hürden, durch Tore oder auf engstem Raum wenden: das ist Working Equitation. In Hohenlockstedt fand eines der wenigen Turniere statt.

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08. Juli 2014, 12:01 Uhr

Sie überqueren Hürden, durchreiten Tore, wenden ihr Pferd auf engstem Raum im vollen Galopp und stoppen punktgenau: Beim Reiterverein Hohenlockstedt fand eines der wenigen Working Equitation-Turniere landesweit statt. Etwa 30 Reiter aus ganz Norddeutschland maßen sich in vier Leistungsklassen in den Disziplinen Dressur, Dressur-Trail und Speed-Trail.

Bei der aus Südeuropa stammenden Arbeitsreitweise geht es zugleich um Präzision und Schnelligkeit. „Sie wurde aus der praktischen Feldarbeit entwickelt“, erklärte Jasmin Zimmermann, Sportwartin der Bezirksgruppe Itzehoe der Vereinigung von Freizeitreitern und -fahrern Deutschland (VFD). Tore vom Pferd aus öffnen und schließen und Rinder treiben seien dabei an der Tagesordnung. Stillstehen und genaues Reiten sind genau so notwendig wie schnelle Beschleunigung und enge Wendungen. Grundvoraussetzung dafür wiederum ist ein korrekt gerittenes, unerschrockenes Pferd, ganz gleich welcher Rasse, das seinem Reiter vertraut.

All diese Aspekte waren auch beim Turnier in Hohenlockstedt gefordert: Nachdem die Pferde in einer Dressurprüfung entsprechend der klassischen Reitkunst vorgestellt wurden, mussten die Paare sich nachmittags in einem Trail-Parcours beweisen. In der ersten Runde ging es dabei um Genauigkeit und korrektes Reiten, im zweiten Durchgang in der leichten (L) und mittelschweren (M) Klasse zusätzlich um Zeit.

Dabei setzten sich Stephanie Leue auf dem Bayrischen Warmblutwallach Del Solento in Klasse L und Carolin Schömer auf ihrem Lusitanohengst Xijo in Klasse M durch und überzeugten mit der richtigen Mischung aus Feingefühl und Tempo.

Bewertet wurden die Prüfungen von Richter Eugen Kuni aus Bremerhaven und seiner Kollegin Conny Mertens. „Wir haben einige wirklich gute Dressuren und Trails gesehen“, urteilte Kuni. Aber es täten sich auch „neue Arbeitsfelder auf“. Kuni bemerkte den „schönen Zuspruch“ durch das Publikum. Außerdem lobte er die Ortsgruppe, die das Turnier mit Unterstützung des Reitvereins Hohenlockstedt organisierte und ein Mal monatlich dort trainiert: „Die Leute stehen für Working Equitation ein. Das ist toll.“

Ergebnisse: Klasse E: 1. Bente Ahmling auf Mona, 2. Berit Ahmling auf Mona, 3. Christiane Kuni auf Zorro; Klasse A: 1. Hauke Schlecht auf Unico, 2. Gaby Kunst auf Merit Coblyn, 3. Nadja Kinski auf Idalgo Du Toureau; Klasse L: 1. Stephanie Leue auf Del Solento SL, 2. Nadja Kinski auf Idalgo Du Toureau, 3. Nicole Kramer auf Marquess; Klasse M: 1. Carolin Schömer auf Xijo, 2. Guido Geisler auf Ultimo, 3. Iris Treppner auf Holsteins Dynamit; Kontakt für Interessierte Reiter: rrvholo@t-online.de.

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