Itzehoe : Mit Eisbär-Tick zu mehr Bewegung

Auf dem Barren balancieren und bloß nicht runterfallen – das kann die vierjährige Hannah schon bestens.
Auf dem Barren balancieren und bloß nicht runterfallen – das kann die vierjährige Hannah schon bestens.

Bilanz ein Jahr nach dem Start: Kindersportschule des SCI fast ausgebucht.

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02. Juni 2018, 08:00 Uhr

Ziemlich genau vor einem Jahr ist die Kindersportschule (Kiss) des Sport-Club-Itzehoe (SCI) gestartet. Während sich zu Beginn noch wenige Kinder in den Sporthallen tummelten und das Projekt anlaufen musste, ist mittlerweile fast jeder Platz ausgebucht.

In der Sporthalle der Ernst-Moritz-Arndt Schule (EMA) trainieren die Kleinen im Alter von drei bis fünf Jahren. „Meine Beine tun aber schon ganz schön weh, vom schnellen Laufen“, sagt die vierjährige Hannah. Trainerin Jule Mohr motiviert sie aber schnell wieder für eine Runde „Eisbär-Tick“. Ein Teil der Kinder versteckt sich hinter einer Bank, die anderen tun so, als wären sie schlafende Eisbären. Die Kinder „brechen aus“ und die Eisbären erwachen. 20 Kinder trampeln, rennen wild durcheinander und fangen sich gegenseitig. „Spielerische Elemente sind wichtig, um die Motivation der Kinder hoch zu halten“, sagt Mohr.

Dass sich auch schon die ganz kleinen sportlich betätigen sei wichtig, um die motorische Entwicklung zu fördern. Wer außerdem schon früh viele Sportarten ausprobiert, hat es später bei der richtigen Wahl einfacher und bleibt länger beim Sport, so Mohr. Neben den normalen Sportübungen, bekommen die Kinder der Kindersportschule auch immer wieder Besuch aus den verschiedenen Abteilungen des SCI. „Besonders gut kam bei den Kindern Prellball und Judo an“, erzählt Mohr. SCI-Geschäftsführer Jan Schamerowski fügt hinzu: „Wir wollen hier noch eine stärkere Vernetzung mit den verschiedenen Bereichen vorantreiben und noch mehr Kooperationen einbringen.“

Entwicklungen zeigen sich aber auch bei den Kindern selbst: Viele haben sich in ihrer Wahrnehmung und Koordination verbessert, sagt Mohr. Mittlerweile sind 200 Kinder bei der Kindersportschule angemeldet. Insgesamt gibt es zehn Gruppen verschiedenen Alters, in denen noch Platz für Neue ist. „Im gesamten SCI konnten wir außerdem circa 90 sozial schwächere Kinder unterbringen, die sich die Mitgliedschaft über das Bildungs- und Teilhabepaket finanzieren können. In der Kiss sind davon ungefähr 20 dabei“, erläutert Schamerowski.

Auch die eigene Finanzierung der Kindersportschule sei für die nächsten zwei Jahre gesichert. Der Lions-Club finanziert die Personalkosten für die Kiss – 2020 wird der SCI übernehmen, so Schamerowski. Er fügt hinzu: „Mit dieser ersten Zwischenbilanz nach einem Jahr sind wir sehr zufrieden, da wir viele junge Leute für die Kindersportschule begeistern konnten und es an allen Standorten gut läuft.“

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