zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 10:37 Uhr

Mit einer Sekunde Vorsprung ins Ziel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Spannung pur bei der neunten Auflage des Wildnis-Cups / Seriensieger Süderau zeigte sich als fairer Verlierer

Welch’ ein Finale: Nur ein Wimpernschlag trennte Sieger von Besiegtem. Mit dem Vorsprung von einer Sekunde holte sich das Team der Engelbrechtschen Wildnis I in der Kategorie „Wilde Dörfer“ den Sieg vor Seriensieger Süderau. Es war der unbestrittene Höhepunkt des bisher neunten Wildnis-Cups. Torben Koopmann, Kapitän der geschlagenen Süderauer, zeigte sich als fairer Sportler: „Wenn es so ist, dann ist es so. Wir greifen im nächsten Jahr wieder an.“ Unter optimalen Bedingungen lieferten sich alle Boote auf dem spiegelglatten Rhin spannende Rennen - „wenn auch der eine oder andere vielleicht die Richtung verlor“, wie Rainer Glöckner in der Siegerehrung schmunzelnd verriet. Und solche Situationen sind es, die den Wildnis-Cup zu einer der beliebtesten Veranstaltungen hierzulande machen.

In super-entspannter Atmosphäre schickten die Veranstalter bei besten äußeren Bedingungen die Boote auf die Wettkampfstrecke. Hunderte Fans beobachteten das Geschehen vom Startplatz aus, an der Rhinbrücke beim „Poppenhuus“ wurden die Wettkämpfer weiter angefeuert und an der Hühnerbrücke bekamen sie den nächsten Schub. Überall entlang der Rennstrecke hatten es sich Anlieger gemütlich gemacht, feierten zusammen mit Nachbarn und Freunden das Event. Einziger Wermutstropfen: Vermutlich der reduzierten Teilnehmerzahl geschuldet vermissten Zuschauer die „Action“ der kleinen Boote an der Rhinbrücke. „Wir lernen ja noch. Im nächsten Jahr wird das vermutlich wieder ganz anders“, unterstrichen sowohl Wolfgang Müller und Herbert Frauen, Vorsitzende des veranstaltenden Wildnis-Clubs. Sie zeichneten insgesamt ein überaus positives Fazit für ihr „erstes Mal“ mit entspannter, ruhiger und sehr harmonischer Stimmung.

Das breite Grinsen auf den Gesichtern der Akteure nach vollendetem Lauf sprach Bände. Natürlich spielte Ehrgeiz eine große Rolle, aber viele Teilnehmer sahen den Cup auch als großen Spaß. „Diese Mischung ist es auch, die dem Cup seinen Flair verleiht“, meinte Wolfgang Müller. Immerhin hatten die Wettkämpfer in verschiedenen Kategorien einen richtigen Triathlon im Maximalfall mit bis zu sieben Kilometern im Kanu, viereinhalb Kilometer Laufen und neun Kilometern Radrennen zu absolvieren – eine echte Herausforderung.

Und die gefahrenen Zeiten waren sensationell: Wie zum Beispiel bei den „Uhus“, dem Team im Zehnerboot mit mindestens 600 Lebensjahren: Von 46:50 Minuten steigerten sich die diesjährigen Sieger der „Wilden Alten“ mit einer perfekten Wende an der Hühnerbrücke auf 45:45. Ganz zu schweigen vom Siegerteam der „Wilden Dörfer“ um „Käptn“ Ingrid Albrechtsen: In 43:29 Minuten flog ihr Zehner-Kanu förmlich über die sieben Kilometer.

Müllers Dank galt den vielen Helfern, angefangen vom Starterteam um Sascha Letje und Mathis Först, dem DLRG, dem DRK, den Feuerwehren Engelbrechtsche Wildnis und Herzhorn, Ulf Ostermann genauso wie Rolf Klingbeil und natürlich Kay Behrens, den Ordnungsbehörden, der Firma Steinbeis, der A-Jugend des MTV Herzhorn, den Glückstädter Werkstätten und sicher vielen mehr, die direkt oder indirekt am Gelingen des Wildnis-Cups beteiligten waren.

Bevor am „Poppenhuus“ die Party begann, wurden unter dem Jubel der Fans zünftig die Sieger gekürt. Die früher üblichen rustikalen Pokale hatten die Veranstalter abgeschafft. Statt dessen überreichte Bürgermeisterin Maren Nagel Wertgutscheine.

Im Herbst steht bereits mit „Rhin in Flammen“ das nächste Event an.



zur Startseite

von
erstellt am 30.Aug.2015 | 17:37 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen