Kultur : Mit einem Ticket sechs Mal Jazz

Jazz im rockigen Gewand präsentierten Mc Ebels lucky punch im Lokal Kleiner Heinrich.
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Jazz im rockigen Gewand präsentierten Mc Ebels lucky punch im Lokal Kleiner Heinrich.

Die Lange Musiknacht in Glückstadt hat wieder viel Abwechslung geboten - und zahlreiche Besucher angelockt.

shz.de von
28. Mai 2018, 06:02 Uhr

„Wir freuen uns, wieder als Veranstaltungsstätte bei der Jazznacht dabei zu sein“, sagte Laule Meyer von der Bücherstube am Fleth. Die Nacht des Jazz in Glückstadt ging in diesem Jahr in die siebte Runde und lockte am Wochenende wieder zahlreiche Besucher. Sechs Konzerte an sechs verschiedenen Veranstaltungsstätten konnten die Musikliebhaber in diesem Jahr besuchen. Und zahlten dafür nur einmal Eintritt. Mit dem Ticketbändchen am Arm ging es durch die Glückstädter Innenstadt.

Den Anfang machten ab 19 Uhr die Bigband der Glückstädter Musikschule unter der Leitung von Daniel Schröder. Hier wurde nicht nur klassischer Big Band-Sound, sondern auch moderne Stücke und Filmmusiken unter anderem auch aus der Filmreihe „Rocky“ gespielt. Ebenfalls um 19 Uhr spielten im Detlefsenmuseum die vier Musiker von Cookbook. Sie rissen ihr Publikum sofort mit.

Schon nach den ersten paar Takten konnte im kleinen Saal des Museums kaum einer die Füße stillhalten. Viele blieben gleich hier an der ersten Station lange hängen. Dennoch verpassten sie nichts, denn die Anfangszeiten der einzelnen Bands waren gestaffelt.

So spielte unter anderem um 19.30 Uhr das Beatrice-Asare-Trio in der Bücherstube am Fleth. Angesichts des tollen Wetters hatten die Mitarbeiter die Fenster zum Garten geöffnet. So konnten noch mehr Jazzfreunde die tolle Stimme der Leadsängerin erleben. Sehr facettenreich sang und spielte das junge und frische Trio nicht nur klassische Jazzsongs, sondern auch melancholische Balladen bis hin zu modernen Songs. Dieses Trio machte gute Laune und sorgte im Publikum für große Begeisterung.


Rockiger Jazz

Ähnlich ging es McEbels Lucky Punch im Restaurant „Der kleine Heinrich“. Hier ging es hoch her, denn die Formation um Namensgeber Stefan „Mc“ Ebel zeigte die rockige Seite des Jazz. Weiter tingelten die Besucher durch den lauen Sommerabend in den Ratssaal, wo einer der Organisatoren der Jazznacht mit seiner eigenen Band aufspielte. Niccolo Kramer präsentierte mit dem Cole Chandler Quartett ganz traditionelle Jazznummern von Cole Poerter, George Gershwin und vielen anderen Jazzgrößen. Ganz elegant im schwarzen Anzug mit Krawatte ließen sie den Jazz der frühen Jahre wieder aufleben. Auch der Ratskeller füllte sich schnell mit jazzhungrigen Besuchern hier stieg als letzte Band die Kölner Formation Forsonics in die Jazznacht ein und bot seinen Fans und denen, die es noch werden wollen, ein tolles, gemischtes Programm, das sich nicht nur an Jazznummern orientierte, sondern auch moderne Rhythmen zu bieten hatte, die nicht nur ins Ohr, sondern gleich ins Herz gingen. Ein Programm, nicht nur für eingefleischte Jazzliebhaber. Und so wurde noch die ganze Nacht weiter gefeiert, bis auch der letzte Ton der letzten Band verklungen war.
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