zur Navigation springen

Staffel-Marathon der Schulen : Mit den Schiffen um die Wette

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schüler der Auguste-Viktoria-Schule und der Grundschule Kellinghusen gewinnen den Staffel-Lauf am Kanal

von
erstellt am 23.Mai.2017 | 05:00 Uhr

Wer wird den Kreis Steinburg am 10. Juni beim Helgoland-Staffel-Marathon der Schulen vertreten? Um die Beantwortung dieser Frage rankte sich das sportliche Bemühen von insgesamt 15 Schulteams am Nord-Ostsee-Kanal (NOK). Sie alle waren bei dem Qualifikationsrennen mit dem Ziel angetreten, sich eine der begehrten Fahrkarten zu erlaufen. Am Ende waren es drei Teams, bestehend aus jeweils drei Mädchen und drei Jungen sowie einer Lehrerin oder einem Lehrer und einem Elternteil, die am 9. Juni mit dem Schiff von Büsum aus reisen: die Auguste-Viktoria-Schule Itzehoe sowie die Grundschule Kellinghusen und die Bürgerschule Glückstadt.

Wenn auch die flache Strecke zwischen Hochdonn und Hohenhörn in beiden Richtungen für geübte Schüler leicht zu bewältigen war, so zeigte sich doch, dass diejenigen Mannschaften begünstigt waren, die trainierte und wettkampferprobte Leistungssportler in ihren Reihen hatten. Von Vorteil war zudem, wenn Eltern oder Lehrer mit im Team waren, für die Wettkampfsport ebenfalls nichts Ungewöhnliches ist. So manche gute Minute wurde dadurch eingespart und schlug sich positiv im Resultat nieder.

Die von der Schulsportbeauftragten Ilka Linow organisierte Veranstaltung war auch in diesem Jahr stimmungsvoll. Das zeigte sich sowohl an den beiden Wechselzonen in Hochdonn und Hohenhörn, wo die einlaufenden Mannschaftsmitglieder begeistert empfangen wurden, als auch bei der Siegerehrung. Dort feierte sich jedes Team selbst und wurde von den anderen beklatscht. „Tolle Atmosphäre, immer wieder“, betonte der Glückstädter Lehrer Bernd Jacobsen, der selbst oftmals mitgelaufen war.

Zu denen, die diesmal mit dabei waren, zählte unter anderem Jette Zietz. Die Grundschülerin aus Münsterdorf wurde seit Anfang des Jahres zusammen mit den anderen Mannschaftsteilen von Lehrerin Daniela Kooistra im wöchentlichen Rhythmus auf ihre Aufgabe vorbereitet. Für ihren Lauf hatte Jette Zietz im Ziel nur positive Gedanken: „Ich bin mühelos durchgekommen“, sagte sie und freute sich darüber, dass sie Mitkonkurrenten überholt hatte. Das Schönste für sie während der Anstrengung: „Der Blick auf den Kanal.“

Gegen ein Schiff, das dort in Richtung Brunsbüttel unterwegs war, lieferte sich Florian Illner ein Privatrennen. Als sich der AVS-Schüler in Hohenhörn auf den Weg machte, war es ein gutes Stück von ihm entfernt. Im Ziel hatte er es fast erreicht: „Es hat mich einfach gereizt, das Schiff einzuholen“, sagte der Junge, für den das Besondere war, erstmals bei solch einem Staffellauf mitzuwirken.

Spaß gemacht hatte es aber auch den Erwachsenen, zum Beispiel Lars Lassen, der für die Grundschule Kellinghusen lief. Mit einem Augenzwinkern sagte der passionierte Ausdauersportler: „Davon werde ich meinen Enkeln erzählen.“ Auch wenn die Zeit etwas zurückliegt, in der er als Triathlet Furore gemacht hat, geschont hatte er sich am Kanal offenbar nicht: „Ich hatte zum Schluss zu beißen“, gab er zu.

Für die Siegermannschaft der weiterführenden Schulen sagte André Beltz: „Wir wollten uns qualifizieren und freuen uns, dass wir in Helgoland dabei sind.“ Und Aneke Meier, Lehrerin der siegenden Grundschulkinder aus Kellinghusen, stellte heraus: „Wir hatten gute Läuferkinder, die gute Zeiten drauf hatten. Aber dass wir gewinnen, hatten wir nicht erwartet.“ Die bis Helgoland verbleibende Zeit werden ihre Schüler dafür verwenden, um das Berg- und Gegenwindlaufen zu trainieren. Grund: In Helgoland gibt es einen Streckenabschnitt, der zwar „Düsenjäger“ heißt, aufgrund seines langen und kräftezehrenden Anstiegs aber jedes Tempo bremst.

Mit dem Verlauf der Veranstaltung war Ilka Linow zufrieden. Gewünscht hätte sie sich aber ein besseres Meldeergebniss: „Wenn wir 21 statt 15 Staffeln gewesen wären, hätte der Kreis Steinburg für Helgoland vier Plätze gehabt.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen