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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 07:01 Uhr

Mit dem Schrankkoffer auf dem Kampfelefanten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Und ich dachte, es wird ein leichter Job.“ Immer wieder beschwört Marco Pickart Alvaro als Butler eines englischen Lords sein Schicksal. Es führte ihn in zwei Studioaufführungen im Theater in 80 Tagen um die Welt – frei nach Jules Verne, dessen gleichnamigen Roman der Theaterautor Stefan Ey für die Bühne umgesetzt hat.

Alvaro spielte den Butler, den Lord, den Polizisten, der den Adligen fälschlicherweise für einen Bankräuber hält, den neuen indischen Freund und auch die indische Prinzessin, die der Lord am Schluss mit nach Europa nimmt. Zuvor geht es über Indien und Amerika mit der jeweils kulturtypischen Musik nach China und zurück nach London.

Weit über 100 Kinder verfolgten die lange Fahrt und die vielen Wirrungen, die Alvaro ihnen gut verständlich auf Englisch nahebrachte. Der Schauspieler, der seine frühe Kindheit in Australien verlebte, vermittelte die Abenteuer temperamentvoll und anschaulich in seiner Muttersprache. Viele Fünftklässler, die die Inszenierung der Detmolder Burghofbühne besuchten, freuten sich darüber. Sie verfolgten gespannt die Reise der Herren, die zuerst mit dem Schiff unterwegs waren, dann mit der Eisenbahn und schließlich sogar auf einem Kampfelefanten. Immer mit einem Schrankkoffer. Dieser bildete mit seinen vielen Schubladen und Klappen die Kulisse für diverse Aktionen, die die Beschwerlichkeiten des Reisens im Jahr 1845 so mit sich bringen.
Zum guten Ende gewinnt der Lord seine Wette, bei der alle seine Club-Freunde gegen ihn gesetzt hatten.

Und der Butler sucht sich einen neuen Job – vermutlich einen wirklich leichten.

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