Itzehoer Spendenaktion : Mit dem Fahrrad nach Gibraltar

Kurz vor der Überfahrt mit der Elbfähre in Glückstadt: (v.l.) Mario Ihfe, Bernd und Sascha Grewe.
Kurz vor der Überfahrt mit der Elbfähre in Glückstadt: (v.l.) Mario Ihfe, Bernd und Sascha Grewe.

Der Itzehoer Sascha Grewe startet mit seinem Partner Mario Ihfe zu einer Tour quer durch Europa, um Spenden für ehrenamtliche Hospizarbeit zu sammeln.

von
12. Mai 2018, 14:00 Uhr

In nur 15 Tagen wollen zwei Rennradfahrer der guten Sache wegen bis nach Gibraltar radeln. Mario Ihfe (42) aus Eggstedt und der 31-jährige Itzehoer Sascha Grewe haben sich viel vorgenommen (wir berichteten). Ziel der quer durch Europa führenden Fahrt ist es, nicht nur auf die meist ehrenamtliche Hospizarbeit aufmerksam zu machen, sondern auch Spenden zu sammeln. Unterstützt wird die „Tour unseres Lebens“ von der AOK Nordwest sowie diversen Sponsoren aus der Region.

Über 40 Bekannte, Nachbarn, Verwandte und Arbeitskollegen hatten sich am Wochenende in Eggstedt eingefunden, um Ihfe und Grewe nicht nur zu verabschieden, sondern auch um die beiden Sportler auf ihren ersten 40 Kilometern bis zur Glückstädter Elbfähre zu begleiten. Dort warteten bereits Brigitte Glismann von der AOK Regionaldirektion Itzehoe und Sascha Grewes Vater Bernd. Er wird die beiden Radrennfahrer auf ihren täglichen mindestens 200 Kilometer langen Etappen in einem eigens für die Tour gesponserten Wohnmobil begleiten. Neben der Sponsorenwerbung auf dem Wohnmobil erwirkt auch Bernd Grewe an den einzelnen Stationen Aufmerksamkeit für die Aktion und spricht unter anderem vorbeifahrende Radfahrer an. Mit überraschenden Ergebnis: „Wir haben heute Morgen von der Aktion im Radio gehört und finden diese einfach nur klasse“, lobte Ellen Schlüter aus Itzehoe. Auch Karl-Heinz Prochazka und Eva Bandle – sie radeln nach einer Zug-Hinfahrt gerade wieder zurück von Sylt bis an den Bodensee – zückten nach einem herzlichen Gespräch ihr Portemonnaie und spendeten. Mindestens 3000 Euro sollen so in den kommenden zwei Wochen für die ehrenamtliche Hospitzarbeit noch zusammenkommen. Das wären dann für jeden bis Gibraltar gefahrenen Kilometer ein Euro, den man quasi im Internet-Blog www.gibraltar2018.de kaufen kann.

„Unser erstes Etappenziel wird heute Quakenbrück sein“, sagt Ihfe. Dort wolle man versuchen, auf einem Campingplatz zu übernachten. „Wir haben die Tour nicht bis ins letzte Detail geplant. Ein bisschen Abenteuer muss schließlich auch mit dabei sein, verdeutlicht er. Bereits seit 2011 engagiert sich der in einer Klinik für jugendliche Drogensüchtige Beschäftigte für den Freundeskreis Hospiz Dithmarschen. Als er Grewe von einer Idee erzählt, einmal etwas ganz anderes zu machen, war der Tischler sofort Feuer und Flamme. Gemeinsam entstand daraufhin die unter der Schirmherrschaft des Dithmarscher Kreispräsidenten Hans-Harald Böttger stehende sportliche Spendenaktion.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen