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Deutsch-polnische Freundschaft : Mit Arbeitskreis Partnerschaft gezielt stärken

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Brokdorfer wollen Kontakte zu Mlynary weiter ausbauen und Vorurteile in der Bevölkerung abbauen. Olaf Stahl und Gero Kleis leiten den Arbeitskreis, dem auf einem Treffen Vorrang vor der Gründung eines gemeinnützigen Vereins gegeben wurde.

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erstellt am 01.Feb.2014 | 08:15 Uhr

Das Votum fiel einstimmig aus: Alle an der Partnerschaft mit Mlynary interessierten Brokdorfer werden sich gemeinsam in einem Arbeitskreis dafür einsetzen, dass die Kontakte zu der polnischen Gemeinde weiter ausgebaut und Vorurteile abgebaut werden. Bei einem Treffen, in dem es um die Zukunft der Partnerschaft ging, wurden Vorteile eines Arbeitskreises und die eines gemeinnützigen Vereins diskutiert. Olaf Stahl und Gero Kleis hatten vorher über die beiden Optionen referiert. „Die Vorträge waren nicht personengebunden, man hätte sie auch tauschen können“, unterstrich Gero Kleis in einem Pressegespräch. So kam dann auch die einmütige Entscheidung der 15 Anwesenden für den Arbeitskreis zustande. „Einen Verein zu gründen wäre mit viel größerem Aufwand verbunden“, führte Olaf Stahl weiter aus. Michael Dombrowksi ergänzte: „Ein Arbeitskreis kann sofort starten, man muss keine Regularien in Kauf nehmen.“ Gero Kleis und Olaf Stahl leiten den Arbeitskreis gleichberechtigt, Michael Dombrowksi schreibt das Protokoll. Wichtig ist ihnen, dass mit dem Arbeitskreis ein politisch unabhängiges Gremium geschaffen wurde. Und das gelte es nun möglichst zu erweitern und dessen Zweck mit Leben zu füllen. Eine erste öffentliche Veranstaltung gibt es am 3. April mit dem deutsch-polnischen Abend ab 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.

Einem Arbeitskreis beizutreten, da sind sie sich sicher, bedeute für die Einwohner Brokdorfs eine geringere Hürde als eine Vereinsmitgliedschaft. Das Gremium selbst erspart sich die Vereinsgründungskosten und hohe Auflagen, die eine Gemeinnützigkeit mit sich bringen würde. Hinzu käme der Zeitaufwand für die Gründung eines gemeinnützigen Vereins. Öffentliche Zuschüsse, so Gero Kleis weiter, können auch von einem Arbeitskreis beantragt werden. „Es stand die Frage im Raum, ob das mit einem Verein günstiger und schneller sein würde. Aber dem ist nicht so.“ Jede Gruppierung und jeder Verein könne öffentliche Gelder beantragen. In erster Linie geht es beim Arbeitskreis für die Partnerschaft Brokdorf – Mlynary um Mittel für den Jugendaustausch. Auch als Arbeitskreis gibt es Fördergelder, die die Reisen für die Jugend günstiger machen. Das ist entscheidend, denn den Jugendaustausch sehen die Akteure als einen der wichtigsten Punkte. „Nur darauf können wir aufbauen“, betonte Gero Kleis. Wie unkompliziert Jugendliche trotz Sprachbarrieren miteinander umgehen können, habe der Besuch des Jugendchors zum Kirchenjubiläum im vergangenen Jahr gezeigt. Dass die Kontakte auf verschiedenen Ebenen verstärkt werden, ist ein weiteres Ziel des Arbeitskreises. Eines, das sich auch die Partner in Mlynary gesteckt haben. Von dort gibt es bereits für dieses Jahr eine Einladung zu einem Künstlerfestival, an dem auch kunsthandwerklich Begabte aus der Wilstermarsch teilnehmen können. „Es wäre schön, wenn es zwei oder drei Interessierte gäbe“, meinte Gero Kleis.

Die Möglichkeiten, Berührungspunkt mit den Menschen in der Partnergemeinde zu finden, gibt es viele, auch auf sportlicher und kirchlicher Ebene. Wünschenswert wäre, wenn auch jüngere Leute im Arbeitskreis mitmachen und ihre Ideen einbringen würden. Kleis: „Dann hätten wir alle Generationen an einem Tisch.“

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