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Norddeutsche Rundschau

26. September 2017 | 00:40 Uhr

Geburtstag : Mit 100 Jahren an der Kirchenorgel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für Walter Wieben ist es ein Geschenk Gottes: Der ehemalige Kantor und Organist wird mit einem Festgottesdienst in der Oelixdorfer Kirche geehrt.

Er habe bereits die beiden Nächte vor seinem großen Ehrentag nicht richtig schlafen können, verriet Walter Wieben, der ehemalige Kantor und Organist; denn: „Die Freude war so groß!“ Es sei für ihn ein ganz besonderes Gottes-Geschenk, auch am 6. April, seinem 100. Geburtstag, die Orgel in der St. Martin-Kirche spielen zu dürfen.

Und so wurde aus dem Passions-Gottesdienst am Sonntag Judika zugleich ein Festgottesdienst mit viel Musik von Posaunen und Flöten und der Kantorei St. Martin. „Es gibt nichts in dieser Kirche, das so alt ist wie Herr Wieben“, sagte Pastor Helmut Willkomm in seiner Predigt über ein Wort aus dem Hebräerbrief: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Diesem Predigttext habe auch der Jubilar zugestimmt, so Willkomm.

Bereits bevor Walter Wieben in die Schule gekommen sei, habe er auf dem Akkordeon seines älteren Bruders gespielt. Später seien Geige und Klavier dazugekommen. So habe die Musik ihn sein Leben lang begleitet und geprägt. Auch die Lieder für diesen Gottesdienst habe das Geburtstagskind selbst ausgesucht. Und sowohl die Bläser als auch die Flöten und die Kantorei hätten Kompositionen von ihm gespielt, verriet der Pastor.

Nach dem Gottesdienst brachte die Gemeinde dem Jubilar ein Ständchen, das er sich von der Orgelempore aus anhörte und als Dank und Antwort darauf spontan ein Loblied auf der Orgel anstimmte.

In der anschließenden Gratulationscour überbrachten neben zahlreichen Freunden und Weggefährten auch etliche „Offizielle“ ihre Glückwünsche und Geschenke.

Für die Gemeinde Oelixdorf, in der Wieben zwar nicht wohnt, aber regelmäßig die Orgel spielt, gratulierte Bürgermeister und Amtsvorsteher Jörgen Heuberger. Ingrid Reichhelm als Stellvertretende Itzehoer Bürgervorsteherin überbrachte nicht nur Glückwünsche und Urkunde der Stadt Itzehoe, sondern auch des Landes Schleswig-Holstein. Mittlerweile habe Walter Wieben insgesamt drei Urkunden des Landes erhalten, jeweils von einem anderen Ministerpräsidenten unterzeichnet, erzählte Ingrid Reichhelm lächelnd.

Für den Kreis Steinburg sprach Volker Susemihl als Stellvertretender Kreispräsident dem Jubilar Respekt und Anerkennung für dessen Lebensleistung aus, verbunden mit einer Urkunde, einem Geschenkgutschein und einem Bildband.

Am Nachmittag ging die Feier in einem kleineren Rahmen im Gemeindehaus St. Martin weiter. Dort hatten zahlreiche weiter Gäste Gelegenheit, ihre Glückwünsche in Form von Wortbeiträgen, Liedern, Blumen und anderen Geschenken zu überbringen.

 

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