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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 04:45 Uhr

Putenfarm Grevenkop : Misthaufen in Brand geraten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erst Geflügelpest, jetzt Feuer bei Grevenkoper Putenfarm / Gleich drei Einsätze für Feuerwehren

Gleich auf drei Höfen haben gestern Nachmittag die Misthaufen gebrannt. Die Ursache war überall dieselbe: „Die Haufen wurden zum Wochenende hin mit Branntalk abgedeckt. Durch Feuchtigkeit hat sich das Ganze jetzt entzündet“, sagte der für die Einsatzstelle Süderauerdorf zuständige Einsatzleiter Harm Kühl.

Branntkalk, Calciumoxid, ist ein weißes Pulver, das mit Wasser unter starker Wärmeentwicklung reagiert und gelegentlich anstelle von gelöschten Kalk zur Desinfektion von Ställen eingesetzt wird. Dabei ist Vorsicht geboten

„Nicht schon wieder hier“, so lautete der Kommentar eines Feuerwehrmannes, als dieser an der Einsatzstelle in Süderauerdorf eintraf. Denn betroffen war der landwirtschaftliche Betrieb, auf dem vor zwei Wochen mit weitreichenden Folgen in dem Stall einer Putenmast die Geflügelpest ausgebrochen war. Um 14.55 Uhr war gestern zunächst für die Feuerwehren Süderau-Elskop und Steinburg Alarm ausgelöst worden. Über weite Strecken mussten Schläuche ausgerollt werden, um letztendlich den großen, durch chemische Reaktion in eine Schwelbrand geratenen Misthaufen mit einem Teppich aus Löschschaum abdecken zu können.

Als feststand, dass auch bei den übrigen von der Geflügelpest betroffenen Höfen Branntkalk ausgestreut worden ist, und dieser bei Kontakt Stroh oder ähnlichem leichtentzündlichen Material als Reaktion auf Feuchtigkeit eine Temperatur von rund 180 Grad entwickelt, waren Folgeeinsätze programmiert. Deshalb wurde gegen 15.30 Uhr die Feuerwehr Krempe nachalarmiert.

Eine weitere Stunde später geriet dann auch der Misthaufen auf der Putenfarm Grevenkop in Brand. Die Bekämpfung des Feuers dort übernahmen nach Angaben von Harm Kühl die Feuerwehren Grevenkop sowie Rethwisch. Kurz vor 17 Uhr war das Feuer auf dem ersten Hof gelöscht.

Wie Schnee umhüllte Löschschaum den Misthaufen. Dieser sollte – wie auch an den anderen zwei Einsatzstellen – anschließend bis in den Abend mit Folie abgedeckt werden. Im Einsatz war auch wieder der Löschzug Gefahrgut. Dieser setzte seinen Abrollbehälter zum Dekontaminieren von Einsatzgerät und Personal auf der Dorfstraße ab. Diese wurde daraufhin für den Durchgangsverkehr voll gesperrt. An der Einsatzstelle in Grevenkop wurde der Autoverkehr durch den Feuerwehreinsatz nur leicht behindert. „Es sind keine Menschen zu Schaden gekommen und es besteht auch keine Gefahr, dass die Feuer auf Gebäude übergreifen“, sagte der Einsatzleiter.

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