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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 06:40 Uhr

Ehrenamt : Mission: Barrierefreiheit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Frank Wessel kümmert sich in Brunsbüttel jetzt ehrenamtlich als Beauftragter um Menschen mit Behinderung.

Brunsbüttels erster Beauftragter für Menschen mit Behinderung heißt Frank Wessel. Per Handschlag wurde dieser in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses vom Ausschussvorsitzenden, Oliver Kumbartzky, verpflichtet. Den Grundstein für die Einführung des Behindertenbeauftragten hatte die Ratsversammlung per Beschluss bereits im September des vergangenen Jahres gelegt.

Der erkannte auch sofort Handlungsbedarf. „Ich möchte mich nicht gleich unbeliebt machen, aber es gehört zu meinem Posten zu fordern, dass jegliche Ausschusssitzungen die öffentlich angesetzt sind, an einem Ort stattfinden, der barrierefrei zugänglich ist“, nutzte der frisch eingeführte Behindertenbeauftragte die Einwohnerfragestunde für seine erste Amtshandlung.

Barrierefreiheit sei weder im Rathaus noch im Bauamt gegeben, wo die meisten Ausschusssitzungen stattfinden, monierte Frank Wessel. Der Mitarbeiter der Brunsbütteler Volkshochschule, der sowohl für die EDV als auch für den Internetauftritt der VHS zuständig ist, weiß aufgrund einer fortschreitenden Muskelerkrankung was es bedeutet, mit einem Handicap zu leben. „Angesichts meiner starken Gehbeeinträchtigung bringe ich natürlich schon ein Eigeninteresse mit, dass Orte wie der Gustav-Meyer-Platz oder Von-Humboldt-Platz barrierefrei gestaltet werden“, so Wessel, der den Schwerpunkt seiner Arbeit im Abbau von Barrieren jeglicher Art sieht, damit Menschen mit Behinderung selbstständig und ohne Hilfe am öffentlichen Leben in Brunsbüttel teilnehmen können.

„Wie meine Arbeit künftig im Einzelnen aussehen wird, wird der Bedarf zeigen“, baut Wessel darauf, dass Menschen mit Behinderungen den Kontakt zu ihm aufnehmen werden. Er wird deren Anregungen ebenso wie eigene Beobachtungen in die Verwaltung und die Fachausschüsse der Ratsversammlung tragen.

„Jetzt müssen die Betroffenen überhaupt erstmal erfahren, dass es mich gibt“, sagt Frank Wessel. Feste Sprechstunden, womöglich an schwer erreichbaren Orten wie dem Rathaus, werde er nicht anbieten. Dafür bietet er für die erste Kontaktaufnahme Gesprächsbereitschaft am Telefon an.


>Erreichbar ist Brunsbüttels Beauftragter für Menschen mit Behinderungen unter der Telefonnummer 04852/8367012.

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