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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 19:10 Uhr

Erntedank : Mischung aus Kirche und Volksfest

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Glückstadt: Kirchengemeinde, Vereine und Verbände laden am Sonntag unter dem Motto „Genug für alle“ zum Landeserntedankfest ein

Ob Sportverein, Trachtengruppen, Musikschule oder Spielmannszug – in vielen Verbänden aus Glückstadt und Umgebung laufen die Vorbereitungen für das Landeserntedankfest an diesem Sonntag, 5. Oktober. Die Gruppen möchten die Aufmerksamkeit der Besucher nutzen, um ihre Angebote zu präsentieren. „Der Reiz dieser Veranstaltung liegt darin, dass sie eine Kombination aus Gottesdienst und Volksfest ist“, sagt Pastor Stefan Egenberger, der das Fest maßgeblich organisiert. Neben der Kirchengemeinde aus Glückstadt sind auch der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, die Stadt Glückstadt, der Gewerbeverein und der Kreisbauernverband Steinburg beteiligt. Letzterer hatte sich darum bemüht, dass das Fest in der Region stattfindet.

Das Motto „Genug für alle“ soll laut einer Ankündigung der Nordkirche darauf hinweisen, dass eine reiche Ernte und genügend Lebensmittel keine Selbstverständlichkeit seien: „Hinter dem Fest steht der Grundgedanke, dass der Mensch die Schöpfung Gottes nicht unter Kontrolle hat.“ Wer derzeit nach Iran, Syrien oder in verschiedene afrikanische Länder schaue, dem werde bewusst, wie viele Menschen Not leiden, sagt Pastor Egenberger.

Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem vom Gemüsebau-Beratungsring organisierten Umzug mit großer Erntekrone, festlich geschmückten Wagen, alten Traktoren, in Trachten gekleideten Landfrauen, Kindergartengruppen und Ponys vom Reitverein (wir berichteten). Als Ehrengast wird Landwirtschaftsminister Robert Habeck aus Kiel erwartet.

Um 11 Uhr schließt sich in der Stadtkirche ein ökumenischer Gottesdienst an. Neben dem evangelischen Bischof Gothart Magaard wird der katholische Diözesanadministrator Ansgar Thim dabei sein. „Dass der Gottesdienst ökumenisch ist, ist eine Besonderheit dieses Landeserntedankfestes“, sagt Pastor Stefan Egenberger. Die Initiative dazu sei von der katholischen Gemeinde in Glückstadt ausgegangen. Die Organisatoren hoffen auf gutes Wetter, damit Besucher den Gottesdienst auch auf Video-Leinwänden auf dem Marktplatz verfolgen können. Parallel wird ein Kindergottesdienst angeboten.

Gleichzeitig öffnen auf dem Marktplatz verschiedene Verkaufsbuden mit Erzeugnissen aus der Region, wie beispielsweise Kürbissuppe, Kohlpfanne, Bratwurst oder Matjes. Konfirmanden verkaufen Brote im Rahmen der Aktion „5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt“, die sie am frühen Morgen in der Backstube selbst herstellen. Der Erlös kommt Hilfsprojekten zu Gute.

Bis 17 Uhr läuft ebenfalls auf dem Marktplatz ein Bühnenprogramm mit Tanz und Musik (siehe Info-Kasten). Für Spiel und Spaß sorgt ein Kinderprogramm, das nach dem Gottesdienst hinter der Stadtkirche am Kirchplatz startet. „Torwandschießen, Kürbisse bemalen, sich schminken lassen sowie Ponyreiten oder ein Auftritt beim Mitmach-Zirkus Ubuntu sind nur einige wenige Höhepunkte“, kündigt Pastor Egenberger an.

Parkplätze für Besucher gibt es auf dem Gelände der Firma Steinbeis an der Stadtstraße. „Wer zum Parkplatz möchte, braucht nur den blauen Parkplatz-Schildern folgen. Eine Einweisung ab Stadtstraße übernimmt die Werkfeuerwehr der Firma Steinbeis“, erklärt Jürgen Kewitz vom Ordnungsamt. Der Parkplatz sei aus Sicherheitsgründen nur von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es im Stadtgebiet, wobei die Marktplatzumfahrt und die Straße Am Kirchplatz aber wegen des Festes gesperrt sein werden. Der ansonsten öffentliche Parkplatz neben der Feuerwache in der Christian-IV.-Straße steht am Tag des Landeserntedankfestes ausschließlich den Mitwirkenden zur Verfügung.

Propst Dr. Thomas Bergemann lobte die Organisatoren des Festes, die bereits Anfang des Jahres mit ihrer Arbeit begonnen hatten: „Ich möchte ein richtig großes Dankeschön sagen. Die Kirchengemeinde hat so viel Zeit und Herzblut investiert. Das ist echt Klasse.“ Das Landeserntedankfest sei ein wunderbares Beispiel dafür, dass punktuell das Volkskirchentum im positiven Sinne noch existieren würde.

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