Fähre Kronsnest : Mini-Kreuzfahrt mit Knolle

Die Mitglieder des Fährvereins Kronsnest hatten gestern zum Kartoffeltag geladen – und die Massen strömten an das idyllische Fährareal an die Krückau.
Die Mitglieder des Fährvereins Kronsnest hatten zum Kartoffeltag geladen – und die Massen strömten an das idyllische Fährareal an die Krückau.

Der Fährverein Kronsnest lud zum Kartoffel-Tag und viele Besucher genossen die Vielfalt der Knolle.

shz.de von
10. September 2018, 11:32 Uhr

„Das Wetter passt genau“, freute sich Hermann Röttger, der Sprecher des Fährvereins Kronsnest, über die vielen Besucher des Kartoffel-Tages.  Bei idealem Radelwetter strömten dann vor allem Fahrradfahrer an die Krückau, um sich mit dem hölzernen Fährkahn namens „Hol Över“ übersetzen zu lassen.

Der Fährverein lädt in der Sommersaison mehr oder minder regelmäßig zu Themen-Sonntagen ein. Mal steht der Apfel im Mittelpunkt, dann der Kürbis – und dieses Mal eben die Kartoffel. Entsprechend präsentierte sich auch das Sööte Eck, das  zur Stärkung der Besucher  so ziemlich alles anbot, was sich aus der Deutschen liebsten Knolle zaubern lässt. Oben auf der Speisekarte: Backkartoffeln mit Fährmann-Dip und Kartoffelpuffer.

Hinter dem Krückau-Deich wartete mit Deutschlands kleinster handbetriebener Fähre die eigentliche Attraktion. Die „Hol Över“, jener urige Fährkahn, der schon seit einem guten Vierteljahrhundert Touristen von einem Ufer der Krückau ans andere befördert, war im Dauereinsatz. Ohne Pause wriggten die Fährmänner Männer, Frauen, Kinder und Fahrräder übers Wasser.

Die Fährleute müssen nicht nur das Wriggen in Gondoliere-Manier beherrschen, sondern auch die Strömungsverhältnisse der Krückau genau einschätzen können. Vor allem, wenn – wie zu Beginn des Kartoffeltages – gerade einmal eine Handbreit Wasser unterm Kiel ist. Dann wird selbst das Anlegemanöver an den rutschigen Stegen zu einem kleinen Abenteuer.

Noch bis zum 3. Oktober geht das Fährvergnügen weiter. Dann wird der Saisonabschluss mit dem Kürbistag gefeiert. Bis dahin hat auch noch das kleine Fährmuseum auf der Neuendorfer Uferseite geöffnet. Der Stöpenkieker zeigt in diesem Jahr die Ausstellung „Petticoats und Hula-Hop“ und erweckt die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zum Leben.
 

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