Energie sparen : Millionen für zwei Hallen

Diese Fenster werden ausgetauscht und verkleinert (v. l.): AVS-Leiter Norbert Hartung mit Hans-Joachim Sohrt (Gemeinschaftsschule am Lehmwohld), Ministerin Karin Prien, Bürgermeister Andreas Koeppen und Angelika Hartmann (Sophie-Scholl-Gymnasium).
Foto:
1 von 2
Diese Fenster werden ausgetauscht und verkleinert (v. l.): AVS-Leiter Norbert Hartung mit Hans-Joachim Sohrt (Gemeinschaftsschule am Lehmwohld), Ministerin Karin Prien, Bürgermeister Andreas Koeppen und Angelika Hartmann (Sophie-Scholl-Gymnasium).

Bildungsministerin überreicht Förderbescheid: Sportstätten an der AVS und am Lehmwohld in Itzehoe werden saniert.

von
15. Januar 2018, 05:00 Uhr

Unter einer großen Fensterfront drehen die Gymnasiasten der Auguste-Viktoria-Schule ihre Runden in der Sporthalle. Das wird sich absehbar ändern: Die Halle soll mit großem Aufwand saniert werden. Auch am Sportzentrum am Lehmwohld stehen umfangreiche Arbeiten bevor. Umso willkommener war Bildungsministerin Karin Prien (CDU) in der AVS: Sie brachte Förderbescheide über fast zwei Millionen Euro mit.

„Das ist viel Geld, wenn man schaut, in welch bescheidenem Umfang Schulsanierung in Schleswig-Holstein in den letzten Jahren möglich sind“, sagte Prien. Doch die Mittel aus dem 100- Millionen-Euro-Paket des Bundes für finanzschwache Städte und Kommunen seien gut angelegt. Das Stichwort lautet energetische Sanierung: Die Hallen der AVS und am Lehmwohld seien zu einer Zeit geplant worden, als der Energiepreis sehr niedrig gewesen sei und jeder gedacht habe, Energie steht immer ausreichend zur Verfügung, sagte Bürgermeister Andreas Koeppen. „Heute wissen alle, das war eine grobe Fehleinschätzung.“

An der AVS-Halle werden die Außenwände und das Dach saniert und gedämmt, die großen Fenster, über die viel Wärme verloren geht, werden durch einen deutlich schmaleren Streifen Fenster im oberen Wandbereich ersetzt. Angedacht sei eine Deckenstrahlheizung, so Angela Koch, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. Auch der Hallenboden wird ausgetauscht gegen eine Variante mit höherem Dämmwert. Im Zuge der Arbeiten sollen zudem die Flucht- und Rettungswege auf den neuesten Stand gebracht werden. Nicht im Programm ist der Umkleidebereich – dafür reicht das Geld nicht, ein weiterer Sanierungsschritt soll folgen.

Dasselbe gilt am Lehmwohld, wo das Dach des Sportzentrums warten muss. Wegen des „deutlich größeren Bauvolumens“, so Koch, wird zunächst nur die Außenhülle saniert. Doch das lohnt sich ebenso wie an der AVS: An beiden Hallen würden im ersten Schritt 22 Prozent des Wärmebedarfs eingespart sowie 12 bzw. 13 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Nach der weiteren Planung und Ausschreibung sollen die Arbeiten in diesem Jahr beginnen. Sperrungen der Hallen sollen möglichst vermieden werden: „Wir wollen sie natürlich auf ein Minimum begrenzen“, sagt die Leiterin des Gebäudemanagements.

Es sei wichtig und auch ein Zeichen des Respekts für die Arbeit, dass immer weiter in Schulen investiert werde, sagte Ministerin Prien. Da konnte AVS-Leiter Norbert Hartung nur zustimmen: „Finanzielle Mittel von Bund und Land sind extrem wichtig für Schulen und Schulträger, letztlich für das ganze Bildungssystem.“

Und sie ermöglichten der Stadt, die etwa ein Fünftel der Kosten trage, an den Schulen das weiterhin zu tun, was sie ohnehin schon systematisch mache, betonte Koeppen. Das zwischen dem Land und den Kommunen vereinbarte Finanzpaket in Höhe von 120 Millionen Euro sei der richtige Weg, denn: „Wir haben real nicht das Geld, um alle Aufgaben so zu erfüllen, wie wir uns das wünschen.“ Deshalb seien die zwei Millionen für die Sporthallen eine „wundervolle Förderung“.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen