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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 04:58 Uhr

Blutspende : Metalheads als Lebensretter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Das Wacken Open Air will Fans bluten sehen – aber nur für den guten Zweck. Zum zweiten Mal findet die WOA-Blutspendeaktion im Klinikum Itzehoe statt. 68 Spender ließen sich bereits am ersten tag pieksen.

von
erstellt am 08.Dez.2013 | 08:15 Uhr

Wacken Open Air-Fans lieben Heavy Metal – wenn es aus den Boxen dröhnt. Und Metall in Form einer spitzen Nadel? Auch da kennt die Verbundenheit der Fans keine Grenzen: Wacken wollte wieder Blut sehen und zahlreiche Blutspender kamen gestern ins Itzehoer Krankenhaus, um sich pieksen zu lassen: Zum zweiten Mal riefen die WOA-Veranstalter zusammen mit dem Klinikum Itzehoe zur Aktion „Wir brauchen euer Blut, Metalheads!“ auf. Die Aktion läuft auch heute noch von 9 Uhr bis 16 Uhr in der alten Rettungswache, Klinikum Itzehoe, Robert-Koch-Straße 2, in Itzehoe.

Der erste Blutspender war WOA-Veranstalter Holger Hübner höchst persönlich. Bereits um 7 Uhr ließ er Blut für den guten Zweck. Auch erste Wacken-Fans nahmen schon zu früher Stunde auf den Liegen Platz. Einen Ansturm wie bei der Auftaktveranstaltung gab es gestern jedoch nicht. Es kamen nur halb so viele wie beim letzten Mal, „die waren wohl wegen des Wetters zurückhaltender“, so Robert Adam, Leiter des Blutspendedienstes. Er zeigte sich dennoch zufrieden. „Um 11 Uhr hatten wir bereits unser Freitags-Soll erreicht.“ Insgesamt kamen gestern 68 Spender zum Aderlass, davon 17 Neuspender. „Viele waren auch schon letztes Mal da. Das finde ich toll. Schön wäre, wenn wir morgen noch eine ordentliche Schippe drauflegen können.“ Heute rechne er mit mehr Andrang, „dann haben wir auch deutlich mehr Kapazität und mehr Event-Charakter“.

Heute findet die Aktion in der alten Rettungswache statt. Neun Arzthelferinnen, zwei Ärzte und das WOA-Team kümmern sich um die Spender. Verpflegung gibt es reichlich, sogar in passender Verpackung. Aus dem Blutbeutel schlürfen die Fans Kirschsaft. Der Renner seien dieses Jahr die WOA-Blutspende-Tshirts. Der Verkaufserlös geht an die WOA-Foundation und die Einrichtung der „Bunte Kreis“.

„Es war mit Sicherheit nicht die letzte Blutspendeaktion“, so WOA-Sprecherin Anna Lorenz. Rettungsdienste und WOA sind schließlich fest verbunden. „Jedes Jahr sind Rettungsdienste auf dem Festival im Einsatz. Wir möchten mit unserer Community im Rahmen unserer Möglichkeiten etwas zurück geben können“, erklärt WOA-Veranstalter Thomas Jensen. „Wir können die Popularität des Festivals nutzen, um in der Region auf die Blutspende aufmerksam zu machen. Jeder kann in die Situation kommen, Blut zu benötigen.“ Sein Appell: „Wenn ihr Zeit und Blut habt, kommt vorbei.“

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