zur Navigation springen

Wattolümpiade : Metal und Matsch für guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Professionelle Hilfe: Die Macher des Wacken Open Air wollen die Wattolümpiade in Brunsbüttel bei der Jubiläumsveranstaltung im Juli unterstützen.

Lautstarke Unterstützung der Wattleten, die sich im Elbeschlick bei Soesmenhusen tummeln, gehört dazu. In diesem Jahr sind es aber nicht nur Tausende Fans am trockenen Elbufer, die ihre Teams anfeuern. Die zehnte Wattolümpiade am 6. Juli bekommt diesmal Schützenhilfe aus einer anderen Ecke, in der Lautstärke zum Programm gehört: Das Wacken Open Air wird die Jubiläumsveranstaltung des Benefizspektakels unterstützen.

Schon 2012 standen die Macher des W:O:A dem Wattolümpiade-Verein beim Wattstock-Indoor zur Seite. In diesem Jahr werde das Festival-Team nun direkt bei der Umsetzung der Wattolümpiade helfen, kündigt Holger Hübner, Mitbegründer und Organisator des größten Heavy-Metal-Festivals der Welt, an: „Wir haben im Bekannten- und Familienkreis auch mit der Krankheit Krebs zu kämpfen. Wir wissen wie wichtig der Support von Betroffenen ist und deswegen helfen wir.“

Die W:O:A-Macher wollen den ehrenamtlich tätigen Verein vor allem im veranstaltungslogistischen Bereich entlasten. Dirk Passarge, Vizepräsident des Wattolümpiavereins und bei der Wattolümpiade für das Fundraising zuständig, ist begeistert: „Natürlich sind wir auch weiterhin auf Sponsoren und Unterstützer angewiesen. Aber es tut gut, solch einen starken Partner nicht nur im ideellen Sinne an seiner Seite zu wissen.“

Und ohne Sponsoren geht es nunmal nicht. Gerade nach der vom Wetter erzwungenen kurzfristigen Absage 2011 – die einzige ins Wasser gefallene Wattolümpiade – wurde es vorübergehend schwierig für den Verein. Denn alleine das Spektakel auf die Beine zu stellen, erfordert auch finanziellen Aufwand. Gleichzeitig ist es das oberste Ziel, die Einnahmen als Spende für Krebserkrankte zu verwenden. Bislang kamen dank der Wattolümpiade über 200 000 Euro zusammen. In diesem Jahr steht die Einrichtung von Angehörigenzimmern im Heider Westküstenklinikum auf dem Zettel des Wattikan.

Wattolümpia-Präsident Michael Behrendt freut sich über die Schützenhilfe, die sich nicht direkt in klingender Münze auswirkt, sondern handfeste Erfahrungen der Festivalprofis mit sich bringt. Denn: „Wir sind auch nach zehn Jahren noch Laien in der Organisation.“ Zudem ermögliche das W:O:A den Zugriff auf Bordmittel des Metal-Festivals, so dass unterm Strich Kosten gespart werden. Somit bleibt mehr für den guten Zweck übrig. Behrendt ist sicher: „Beide Veranstaltungen gehören irgendwie zusammen.“ Denn schließlich seien W:O:A und Wattolümpiade gleichermaßen matscherfahren.

Für den guten Zweck stürzen sich am 6. Juli eine ganze Reihe Wattsportler in den Schlick: 16 Mannschaften treten beim Watthandball, acht beim Wattwolliball und acht beim Schlickschlittenrennen gegeneinander an. Das Fußball-Turnier – mit 16 Teams besetzt – steht aufgrund der zeitgleich stattfindenden Fußball-WM unter dem Motto „Fußballwattmeisterschaft“. Und, weil auch dieses Jahr die Wattolümpiade im Handumdrehen ausgebucht war, soll es für Einzelstarter, die sich auf Fahrrädern abmühen wollen, noch eine Tour de Watt geben.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Feb.2014 | 16:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen