zur Navigation springen

Menschen 2014: Michael Herold engagiert sich für Bildung in Tansania und Deutschland

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 01.Nov.2014 | 00:00 Uhr

Viele denken, Michael Herold sei Lehrer. Doch der 50-jährige Heiligenstedtener ist Diplom-Grafikdesigner. Das Missverständnis liegt nahe, denn sein Kontakt zu Schulen ist eng. Vor 17 Jahren wurde Herolds Sohn in Heiligenstedten eingeschult, kurz darauf begann eine Schulpartnerschaft mit Leguruki in Tansania: „Wir waren die allererste Grundschule im ganzen Norden, die das gemacht hat.“ Selbst für das Nordelbische Missionszentrum war es Neuland, heute unterstützt der Heiligenstedtener als Berater. 1998 gab es den ersten Sponsorenlauf, mehrere Besuche und Gegenbesuche folgten. „Das Wichtigste bei einer Partnerschaft ist Begegnung“, sagt Herold.

In der Region Leguruki sind die Resultate offensichtlich: neues Grundschuldach, zwei Lehrerhäuser, Bibliothek für die weiterführende Schule. Alles laufe paritätisch und mit Eigenbeteiligung der Partner. Auf Augenhöhe, das sei schwer wegen der unterschiedlichen materiellen Voraussetzungen. Mittel kommen aus Sponsorenläufen, dem Fußballturnier des Amtes Itzehoe-Land, das die Initiative unterstützt, Spenden für Herolds Vorträge oder Fördergeldern.

Aber im Vordergrund steht für ihn die Wirkung beim Steinburger Nachwuchs, erst an der Julianka-Schule, inzwischen auch am Sophie-Scholl-Gymnasium und im Kindergarten Oldendorf. Ihnen werde klar gemacht, dass alle auf einer Welt leben und dass schon mit kleinen Taten eine große Wirkung erzielt werden könne. Die Hoffnung, dass sie selbst als Vorbilder wirken, erfüllt sich bereits – die erfolgreiche Arbeit einer Schülerfirma am SSG für Leguruki ist nur ein Beispiel. Bildung für nachhaltige Entwicklung heißt das bei der Unesco – von ihr kamen zwei der vielen Auszeichnungen für die Initiative. Doch der Effekt bei den Kindern ist Herold am wichtigsten: „Du gibst ihnen etwas mit.“

Sie können online abstimmen unter shz.de/menschdesjahres.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen