Einsatz in Itzehoe : Beim Rasen erwischt - Autofahrer rastet aus

Was als ganz normale Geschwindigkeitskontrolle beginnt, mündet in Itzehoe in Gewalt.

shz.de von
09. Januar 2015, 17:16 Uhr

Itzehoe | Zu schnell, ohne Führerschein unterwegs - und dann ging er auf die Polizisten los: Einem 50-Jährigen aus einer Gemeinde im Amt Schenefeld (Kreis Steinburg) ist das zum Verhängnis geworden. Die Vorwürfe: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und versuchte Körperverletzung, Fahren ohne Fahrerlaubnis.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle in Itzehoe fiel zwei Angestellten eines Geschwindigkeitsmesstrupps des Kreises Dithmarschen der Mann auf, weil er statt erlaubtem Tempo 30 mit 47 Kilometern pro Stunde unterwegs war.

„Die amtliche Feststellung brachte ihn offenbar so in Rage, dass er die Fassung verlor und sich in erhöhtem Maße strafrechtlich verhielt“, teilt die Polizei mit. Das bekamen auch Polizisten aus Itzehoe zu spüren, die den Angestellten aus dem Kreis Dithmarschen zu Hilfe eilten. „Doch gegen die Maßnahmen der Beamten, die ihm gut zugesprochen hatten, wehrte sich der 50-Jährige mit körperlichem Einsatz.“ Die Polizisten brachten ihn schließlich zu Boden, legten ihm Handfesseln an und brachten ihn auf die Wache.

Der Sozialpsychiatrische Dienst ordnete an, den Mann zwangsmäßig in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses zu bringen. Das wurde richterlich bestätigt.

Dass der polizeibekannte Mann ohne Führerschein unterwegs war, fiel den Polizisten erst anschließend auf. Der 50-Jährige wurde bereits wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis rechtskräftig verurteilt, hatte das aber offensichtlich ignoriert. Ein Richter des Amtsgerichts Itzehoe ordnete die Beschlagnahme des Autos an.

Blaulichtmonitor



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