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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 16:13 Uhr

Volkshochschule : Mehr Raum wünschenswert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Volkshochschul-Leiterin Elke Schmidt-Wessel sieht das wachsende Programm der Brunsbütteler Bildungseinrichtung an seine Grenzen stoßen.

von
erstellt am 24.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Ein Neubau der Regionalschule eröffnet nicht nur der Bildungsstätte neue Perspektiven. Auch die Brunsbütteler Volkshochschule könnte davon profitieren. Denn das Dauerthema Raumnot könnte durch eine Nutzung des alten Schulgebäudes gelindert werden. „Ich bin wie Roland Ladage davon überzeugt, dass wir mit den Räumen der Boje-Regionalschule mehr liefern könnten“, sagt VHS-Leiterin Dr. Elke Schmidt-Wessel.

Roland Ladage ist zuständig für den Bereich „Gesundheit und Fitness“. Gerade diese Angebote aus dem VHS-Programm könnten in eigenen Räumen gut untergebracht werden, überlegt Schmidt-Wessel. Denn die Schule verfüge über eine Gymnastikhalle. Dort ließe sich das Kursangebot bündeln. „Wenn wir die Halle hätten, würde eine ganze Menge gehen“, ist die VHS-Chefin überzeugt.

Aber auch in anderen Bereichen hat die Volkshochschule, die im vorigen Jahr für ihre Angebote insgesamt rund 4000 Teilnehmer verzeichnete, mit einer angespannten Raumsituation zu kämpfen. Da sind die EDV-Kurse, die inzwischen gezielt auch für Kleinstgruppen angeboten werden. Und jede benötigt eine Raum. Teilnehmer von Sprachkursen müssen ebenfalls untergebracht werden. Und dann sind da noch die Meisterkurse. „Die belegen allein schon eine Etage.“ Denn, so die VHS-Leiterin: „Die berufliche Bildung nimmt breiten Raum ein.“ Unterm Strich platzt der angemietete Bereich an der Max-Planck-Straße schier aus den Nähten. Auch dort könnte das alte Schulhaus für Abhilfe sorgen. Und, so Schmidt-Wessel, die Stadt könne sogar noch die Mietkosten sparen.

Jede Medaille hat aber zwei Seiten. Einfach umziehen an die Bojestraße, wenn die Regionalschule in einigen Jahren dort ausgezogen sein sollte, geht nicht. Der Bau, so Elke Schmidt-Wessel, müsse dann auch auf die Bedürfnisse der VHS zugeschnitten werden. Es müsste WLAN im ganzen Haus verfügbar sein. Und dazu gehört ein barrierefreier Zugang zu den Räumen. Der ist dort ebenso wenig wie am jetzigen Standort der Volkshochschule gegeben. Ein echtes Manko für den Weiterbildungsbetrieb. Denn manchen, die sich für einen Kursus anmelden wollen, sei vorher nicht klar, dass sie dann in der Max-Planck-Straße nur über Treppen in die Seminarräume gelangen können. Der Anbau eines Fahrstuhls ließe sich nur auf der Rückseite des Gebäudes realisieren. Und würde dazu führen, dass durch den dann zusätzlichen Zugang ein weiterer Seminarraum entfallen müsste. Die sinnvollste Lösung wäre für die Volkshochschule ein Neubau. Angesichts der Haushaltslage der Stadt dürfte dies ein Traum bleiben.

Die Raumnot macht aber auch erfinderisch. So schwebt Elke Schmidt-Wessel vor, für die EDV-Kurse Laptops anstelle neuer PC anzuschaffen. Das mache unabhängig von bestimmten Räumen.

Der Einzugsbereich der Brunsbütteler Volkshochschule reicht von Friedrichskoog bis Brokdorf. Dort wird auch in 15 000 Programmheften für das vielfältige Angebot geworben. Die Volkshochschule bietet zugleich das Dach, unter dem auch Elbeforum, Stadtgalerie und Heimatmuseum angesiedelt sind. Steigender Nachfrage erfreut sich auch die Seniorenakademie. Dort arbeiten die VHS aus Heide, Meldorf und Brunsbüttel in unterschiedlichen Schwerpunkten zusammen. In der Schleusenstadt ist dies der Bereich Kunst und Kunstgeschichte. Dies seien die etwas anderen Angebote, fasst Elke Schmidt-Wessel zusammen.

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