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HUnde-Auslauf : Mehr Platz für tobende Vierbeiner

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Hundeauslaufflächen im Stadtgebiet geplant. Bürgermeister: „Erfolg oder Misserfolg hängen von den Bürgern ab.“

Hund hat’s nicht leicht in Itzehoe: Im Wald, in Grünanlagen, in der Innenstadt – egal, wo die Vierbeiner auch unterwegs sind, müssen sie an der Leine laufen. „Aber auch ein Hund sollte mal die Möglichkeit haben, sich irgendwo frei bewegen zu können, zu rennen und zu toben“, meint Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen. Er kann deshalb den Wunsch gut nachvollziehen, der in schöner Regelmäßigkeit an ihn herangetragen wird: „Ich werde sehr häufig angesprochen von Hundebesitzern, die sich einen Hundeauslauf wünschen“, sagt er. Kürzlich sei sogar eine Unterschriftenliste zu diesem Thema im Rathaus eingereicht worden.

„Es sind nicht nur drei oder vier Bürger, die dahinter stehen, sondern wirklich viele“, sagt Koeppen. Immerhin sind in der Stadt 1500 Vierbeiner gemeldet. Und ihre Halter sind quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersklassen zu finden. Deshalb wurde in der Verwaltung überlegt, wie man den „dringlichen Wunsch“ umsetzen könnte. Zusammen mit Heinz-Rüdiger George, Leiter der Umweltabteilung, wurden drei Flächen ausgesucht, wo Hundeauslaufflächen eingerichtet werden könnten: im Randbereich des Waldgebiets an der Trotzenburger Straße, in Wellenkamp zwischen Schwarzer Dorn und Luchsbarg sowie auf Alsen.

Als erstes soll – sofern es aus der Politik grünes Licht dafür gibt – das Areal an der Trotzenburger Straße in Angriff genommen werden. 22 000 Quadratmeter städtische Waldfläche sollen dort „mit einfachen Mitteln, aber solide“ hergerichtet werden, so George. „Das Gebiet wird umzäunt, damit die Hunde nicht ausbüxen können.“ Drei Eingänge führen dann auf das Gelände: Vom Parkplatz am Weg Richtung „Trotzenburg Siedlung“ aus, vom alten Forsthaus Trotzenburg aus, wo auch ein weiterer kleiner Behelfsstellplatz eingerichtet werden soll, sowie ein weiterer aus Richtung Lübscher Brunnen kommend.

Das Waldstück selbst bleibt dabei nahezu, wie es ist. „Der Rand rundherum bleibt relativ dicht“, erklärt Stadtförster Torsten Wismar. So soll nicht nur die Nachbarschaft abgeschirmt werden, sondern auch den Hunden die Möglichkeit gegeben werden, „auch mal ein bisschen Ruhe vor ihrem Herrchen zu haben“. Im Mittelteil schließlich wird der Unterwuchs ausgedünnt, damit die Halter den Vierbeiner im Auge behalten können. Angst davor, dass einer unterirdisch verschwindet, müsse niemand haben, so Wismar: „Wir haben extra drauf geachtet, dass es keine Fuchsbauten gibt.“ Die Zweibeiner können sich auf Bänken ausruhen, außerdem werden Abfalleimer und Kotbeutelspender aufgestellt.

Bei der Stadt hofft man, dass die Auslauffläche auch zu einem entspannteren Miteinander beitragen kann. „Hunde müssen sich aus dem Weg gehen können – und die Besitzer manchmal auch“, weiß George. Das Ziel sei: „Alle sollen entspannt wieder vom Platz kommen.“ Und die Vierbeiner dann ausgetobt und angeleint ihren Spaziergang fortsetzen, hofft Wismar. Auf der Hundewiese in Pünstorf funktioniere das ganz gut. „Wir wollen ja Naherholung im Wald – bis an die Grenze dessen, was möglich ist.“

Die Stadt erfinde damit das Rad nicht neu, betont Heinz-Rüdiger George. In anderen Regionen gebe es solche Flächen zuhauf – „und sie werden sehr intensiv genutzt“. Die Folgekosten seien gering. Die Unterhaltungsarbeiten, die anfallen – etwa Leeren der Mülleimer –, werden von der Stadtförsterei auf ihren Rundtouren mit erledigt. Das Teuerste sei der Zaun. Dafür wird man auf Sponsorensuche gehen. Außerdem hofft Koeppen auf die Unterstützung der Hundehalter selbst: „Vielleicht findet sich jemand, der ehrenamtlich die Betreuung der Beutelspender übernimmt.“ Der Bürgermeister ist sich sicher, dass der Bedarf da ist. „Diese Maßnahme kommt ganz unterschiedlichen Bevölkerungsschichten zugute. Auch die Hundehalter wohnen in Itzehoe und haben einen Anspruch, an den Freizeitmöglichkeiten zu partizipieren“, betont er, weiß aber auch: „Erfolg oder Misserfolg hängen am Ende auch deutlich von den Bürgern selbst ab.“

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erstellt am 09.Sep.2014 | 12:00 Uhr

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