bebauungsplan : Mehr Platz für Klinikum

Wie lange noch? Blick aus dem Hackstruck auf den Haupteingang des  Klinikums Itzehoe.
Wie lange noch? Blick aus dem Hackstruck auf den Haupteingang des Klinikums Itzehoe.

Der Bebauungsplan für die Erweiterung des Klinikums Itzehoe in den Hackstruck ist auf dem Weg. Womöglich ab 2015 könnten eine neue Psychiatrie, ein Patientenhotel und ein Bildungszentrum entstehen.

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28. November 2013, 05:00 Uhr

Rund 3,4 Hektar – so groß ist die Fläche im Hackstruck, die für die Erweiterung des Klinikums Itzehoe weichen soll. Wie viel es genau wird, klärt nun der Bebauungsplan. Das Verfahren dafür hat mit dem Aufstellungsbeschluss der Bauausschuss gestartet, gegen die Stimme der Grünen.

Viele Vorarbeiten sind geleistet: Die Änderung des Flächennutzungsplans ist auf dem Weg, das Klinikum hat den Wald vom Adeligen Kloster gekauft – unter der Bedingung, dass der B-Plan rechtskräftig wird. Er wird inklusive des bisherigen Krankenhausgeländes neu aufgestellt und trägt die Nummer 151. Mit erfasst ist auch die Robert-Koch-Straße in diesem Bereich, die mit einem Schwenk an den künftigen Waldrand weiterhin das Klinikgelände vom Wald trennen wird. Die weg fallenden Bäume werden durch eine Aufforstung an anderer Stelle kompensiert. Zudem planen Stadt und Klinikum einen städtebaulichen Vertrag, der eine Reihe von Einzelheiten des Projekts klärt.

Der B-Plan wird 13,7 Hektar als „Sondergebiet Klinikum“ ausweisen. Anlass der Erweiterung in den Wald ist, dass die vorhandenen Flächenreserven ausgeschöpft sind. Seit Jahren läuft die Diskussion um die Mitnutzung des Hackstrucks, die der Bebauungsplan nun regelt.

Aber wofür? Es gebe „Vorüberlegungen für einen mittelfristig geplanten Komplettneubau der Psychiatrie“, sagt Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Zurzeit finde moderne Medizin in Räumen statt, die auf die nicht mehr zeitgemäße rein stationäre Versorgung ausgelegt seien. Aber: „Da sind wir auf Kiel angewiesen, weil wir Fördergelder benötigen.“

Das zweite Ziel ist ein Patientenhotel. Das wolle das Klinikum nicht selbst machen: Die Suche nach einem Bauherrn und Betreiber werde beginnen, wenn nach Änderung des Flächennutzungsplans klar sei, dass der Grund und Boden zur Verfügung stehe, so Ziegler. Schließlich soll ein neues Bildungszentrum entstehen, die Finanzierung aber sei noch unklar.

Im günstigsten Fall seien die Planverfahren Ende 2014 abgeschlossen, dann könne gehandelt werden. „Einen Spatenstich werden wir, wenn es gut läuft, 2015 erleben.“

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