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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 10:24 Uhr

Neue Halle : Mehr Platz für den Bauhof

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Eine Million Euro wird in den Neubau investiert. Nachbar Richard Rossbach sucht wegen des Lärms einen neuen Standort für sein Tonstudio.

von
erstellt am 02.Aug.2014 | 08:00 Uhr

Die Fundamente sind da. Der Neubau ist 45 Meter lang und zehn Meter breit. Eine Million Euro werden investiert in eine neue Halle auf dem Bauhof.

Anderthalb Jahre hätten die Planungen gebraucht, den Ausschlag dafür hätten die Übernahme des Winterdienstes und der Straßenreinigung durch den Bauhof gegeben, sagt Leiter Norbert Harfst. Eine große, eine kleine Kehrmaschine, drei Geräte für den Winterdienst – die Fahrzeuge stehen bisher in verschiedenen Hallen in Zweierreihen, „überall waren sie verteilt“.

In dem Neubau, der an ein Bestandsgebäude angeschlossen wird, können sie untergestellt werden. Zudem nimmt er Werkstatt, Lagerräume und Geräte auf sowie einen Gefahrstoffraum für Hydrauliköle und Treibstoff. Besondere Bedeutung hat wegen der Verschmutzung der Fahrzeuge im Einsatz die Waschhalle: „Die Laugen fressen an diesen Fahrzeugen, das ist unglaublich“, sagt Harfst. Mit der Wäsche werde ihre Lebensdauer verlängert. Ein Hochdruckreiniger wird dafür fest eingebaut, die Grube wird gefliest, der Ölabscheider wird auf dem neuesten Stand sein. Im Zuge der Arbeiten werde einiges saniert, sagt Harfst. „Der Bauhof steht jetzt 35 Jahre hier.“

Es wurde aus seiner Sicht Zeit für den Schritt – doch ein Nachbar hätte darauf auch gut verzichten können: Komponist und Musikproduzent Richard Rossbach (60) mit seinem Tonstudio „ImHouse Music“ am Liethberg. Zu Stoßzeiten seien wegen des Baulärms Musikaufnahmen fast unmöglich: „Der ganze Aufnahmeraum vibriert mit, wenn draußen die Baumaschinen loslegen.“ Nur in den Pausen und nach Feierabend auf dem Bauhof zu arbeiten, ist für den Musiker keine dauerhafte Alternative. Ausdrücklich beschwert sich Rossbach nicht: „Ich wusste ja, wo ich hinziehe, und der Bau nebenan ist auch schon seit Längerem geplant.“

Bis Ende November soll er nach Harfsts Worten dauern, der Betrieb danach werde nicht geräuschintensiv. Rossbach dagegen geht davon aus, dass er nach elf Jahren am Liethberg den Standort nicht halten kann. Die Suche nach einem neuen Platz für sein Studio läuft.

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