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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 06:28 Uhr

Mehr Geld für die Betreuung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 13.Nov.2014 | 16:37 Uhr

Wie viele Gemeinden in Schleswig-Holstein nimmt auch die Elbestadt zunehmend Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten im Nahen und Mittleren Osten auf. Unter den Flüchtlingen sind auch Kinder, die in Kindergärten betreut werden müssen. Viele von ihnen sind von den Erlebnissen in ihrer Heimat und auf der Flucht traumatisiert. Zudem sprechen sie oft kaum ein Wort Deutsch. Sie benötigen daher eine besondere Betreuung. Die Stadtverwaltung plant deshalb die Einrichtung einer zusätzlichen Kindergarten-Gruppe speziell für Flüchtlingskinder.

„Das ist keine Frage der Mildtätigkeit“, erklärte Bürgermeister Gerhard Blasberg in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Stadtvertretung. „Es besteht ein Rechtsanspruch auf Betreuung und die zu gewährleisten ist Aufgabe der Stadt.“ Ab dem 1. Januar soll die neue Gruppe ins Leben gerufen werden. Ziel soll es sein, den Kindern einen möglichst angstfreien und unproblematischen Übergang in die „normalen“ Kindergartengruppen zu ermöglichen.

18 300 Euro plant die Verwaltung im kommenden Jahr an Kosten für das erweiterte Angebot ein. „Der Bedarf kann natürlich noch wachsen, wenn mehr Flüchtlinge kommen“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus, Angelika Tesch. „Im Moment müssen wir davon ausgehen, dass dies der Fall sein wird.“ Der Sozialausschuss stimmte den Plänen der Verwaltung einstimmig zu. Nun muss die Maßnahme noch im Hauptausschuss und in der Stadtvertretung beraten werden.

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