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Flüchtlingspolitik : Mehr Ansprechpartner für Asylbewerber

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kreisverwaltung in Itzehoe hat die Koordinierungsstelle in der Ausländerbehörde personell verstärkt.

Immer mehr Flüchtlinge kommen in den Kreis - hier hat die Verwaltung jetzt reagiert und das Personal in der Ausländerbehörde aufgestockt. Besonders die Koordinierungsstelle profitiert davon. Das jetzt dreiköpfige Team Michelle Denker, Sandra Stadniczuk und Anja Zürn kümmert sich um Aufnahme und Integration von Flüchtlingen.

Die Ausländerbehörde, angesiedelt im Ordnungsamt der Kreisverwaltung, ist zuständig für die Umsetzung des Aufenthaltsgesetzes und verschiedener Spezialgesetze, die die Einreise, den Aufenthalt und die Aufenthaltsbeendigung von Ausländern regeln – von der Erteilung, Verlängerung und Ablehnung von Aufenthaltstiteln oder Duldungen für die Bundesrepublik bis zur Mitwirkung bei Visa-Verfahren für die Einreise nach Deutschland. Vor allem aber ist die Ausländerbehörde meist die erste Anlaufstelle für die Zuwanderer und Asylsuchenden im Kreis. Da spielt die so genannte „Koordinierungsstelle zur integrationsorientierten Aufnahme von Flüchtlingen“ eine wichtige Rolle, die jetzt komplett besetzt ist.

Zunächst war im Mai vergangenen Jahres Michelle Denker (33) als Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte eingesetzt worden, ihre Themenfelder in der Koordinierungsstelle sind Sprache, Gesundheit, Zusammenarbeit mit dem Ehrenamt und Migrationssozialberatung. Seit Anfang Januar dieses Jahres wird Michelle Denker von Sandra Stadniczuk (28) unterstützt, deren Aufgabenbereiche in Arbeit und Ausbildung, Asylrecht und Öffentlichkeitsarbeit liegen. Die Dritte im Team ist die 25-jährige Anja Zürn, die sich um die Arbeitsbereiche Wohnen, Jugend, Bildung, Kultur und Freizeit kümmert.

Zu den Aufgaben der Koordinierungsstelle gehört die Erarbeitung einer Integrationslandkarte und eines lokal auf den Kreis abgestimmten Integrationsmanagements. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung der verschiedenen Akteure im Bereich der Flüchtlingsarbeit. Das Team der Koordinierungsstelle begrüßt außerdem die Neuankömmling im Kreis und kümmert sich um die Verteilung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge auf das Kreisgebiet. Zudem sind die drei Mitarbeiterinnen auch Ansprechpartnerinnen für Fragen und Anregungen von Geflüchteten, ihren ehrenamtlichen Helfern, Bürgern und allen Akteuren der Flüchtlingshilfe.

Bianca Zunker, Leiterin der Steinburger Ausländerbehörde, freut sich, dass die Koordinierungsstelle jetzt komplett ist. „Es gibt zum Thema Integration schon viele gute Projekte im Kreis Steinburg. Wichtig ist es, diese bestmöglich zu vernetzen“, betont Zunker und fügt hinzu: „Hierfür, aber vor allem auch als Ansprechpartnerin für Geflüchtete, für in der Flüchtlingshilfe Engagierte, für Anregungen und Fragen ist das Team der Koordinierungsstelle da.“ Übrigens: Die Arbeitsbelastung in der Ausländerbehörde ist im vergangenen Jahr so rasant gestiegen, dass hier – unabhängig von der Koordinierungsstelle – der Personalbestand erhöht wurde. Insgesamt sind in der Ausländerbehörde nun acht Personen beschäftigt. Betreut werden dort zurzeit verwaltungstechnisch 7922 Ausländer, Anfang 2015 waren es im Vergleich dazu rund 5500.

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erstellt am 11.Mär.2016 | 11:49 Uhr

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