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Mediziner informierte Schüler über Ess-Störungen

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erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel | Ess-Störung - eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Zu den wohl bekanntesten Gesichtern zählt der 38-jährige, ehemalige deutsche Skispringer Sven Hannawald. Im schlimmsten Falle führt die Ess-Störung zum Tod.

Gleich zwei Aspekte waren es, die den Lehrer Dr. Christian Fischer und die Leiterin der Präventions-AG Petra Köster dazu animierten, mit Prof. Dr. Arno Deister vom Klinikum Itzehoe einen Experten für einen Vortrag an das Brunsbütteler Gymnasium zu holen. Zum einen sollte das Interesse der Oberstufenschüler unter dem Motto "Schule trifft Wissenschaft" auf einen wissenschaftlichen Bereich gelenkt werden, der als späterer Studiengang vielleicht interessant sein könnte. Zum anderen sollten die Schüler für dieses Thema sensibilisiert werden.

"Wir brauchen die Schulen als Schnittstelle", unterstrich Deister im Gespräch mit Schulleiter Hans-Walter Thee und den Initiatoren der Veranstaltung. Je früher Mädchen und Jungen mit diesem Thema konfrontiert würden, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass sich Betroffene mit der Erkrankung auseinander setzten und somit die Chance erhielten aus einem Teufelskreislauf zu entkommen.

Magersucht ist eine Erkrankung, die in der Regel zwischen dem 14. Und 18. Lebensjahr beginnt. Einem Lebensabschnitt, geprägt von der Entwicklung des jungen Menschen zum Erwachsenen, einer Vielzahl an Gefühlen und der Unbeständigkeit auf vielen Ebenen. Gestörte Stoffwechselvorgänge im Gehirn sorgen letztlich für eine verzerrte Selbstwahrnehmung. Erst im Rahmen einer Therapie, die gegebenenfalls durch Medikamente unterstützt werden kann, gelingt es in der Regel, Betroffene von ihrem Leiden zu befreien.

Während sich die Schüler beim Vortrags mit Fragen eher zurückhielten, nutzten einige im Anschluss die Möglichkeit, sich mit dem Experten zu unterhalten.

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