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Medikamente für Griechenland: Sammelaktion mit Erfolg angelaufen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Am Wochenende wurde in Wewelsfleth für Familien in der griechischen Stadt Katerini gesammelt, die Opfer der Finanzkrise Griechenlands sind. Anlass war der Hilferuf des bayrischen Kinderarztes Kamouridis, der vor einigen Tagen das Ehepaar Dobrodies erreicht hatte. Hanna und Michael Dobrodies betreiben in Wewelsfleth das „Weinkontor“ und beschlossen spontan zu helfen. Die Stadt Katerini liegt keine Autostunde von Tessaloniki entfernt und ist nur sechs Kilometer von der Ägäis entfernt. Wie viele griechische Orte leidet auch Katerini unter einem zusammengebrochenen Gesundheitssystem. Aus diesem Grund benötigen dort viele dringend medizinische Hilfe, denn sie sind nun nur noch pro forma versichert und haben kein Geld für Arztbesuche oder Medikamente.

Aus diesem Grund rief das Ehepaar Dobrodies zu der Medikamenten-Sammelaktion in der Region auf. Binnen weniger Stunden kamen Menschen aus Kellinghusen, Itzehoe, Glückstadt und dem Umkreis. Am Ende konnte eine stattliche Zahl von Arzneimitteln zusammengetragen werden, die Michael Dobrodies nun vorsortieren und an die Sozialapotheke in Katerini schicken wird. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, kommentierte er.

Zustande kam die Medikamenten-Sammelaktion durch eine ehemalige Stipendiatin des Alfred-Döblin-Hauses. Lisa Marie Dickreiter verbrachte in 2013 drei Monate in Wewelsfleth und fand dort viele Freunde. Diese bat sie nun um Hilfe, als ihr Bekannter, Dr. Kamouridis, um Unterstützung für Katerini ersuchte. „Hilfe ist keine Frage von Grenzen und Entfernungen. Hilfe ist eine Frage des Herzen“, so die Autorin. Sie und Kamouridis wiesen darauf hin, dass die Medikamente noch nicht abgelaufen sein dürfen. Und angebrochene Tuben oder Dosen, Säfte oder Lösungen können aus hygienischen Gründen nicht entgegen genommen werden. Verbandsmaterial ist derzeit auch nicht vonnöten.

Unter den Helfern für die Aktion ist auch Nadine Baumann. Sie sprach Pflegedienste in der Region an und fragte, ob diese nicht ebenfalls spenden wollten. „Bisher waren alle total begeistert.“ Ebenfalls gespendet haben das Ehepaar Hannelore und Klaus-Peter Wendler aus Itzehoe sowie Richard Erelt und Inge Melles aus Kellinghusen. Für sie ist es Ehrensache zu helfen.

>Für alle, die keine Gelegenheit haben ins Weinkontor zu kommen, gibt es die Möglichkeit, direkt zu spenden. Informationen im Internet unter http://www.kikaf.org/. Medikamentensammelaktion Wewelsfleth, bis 10. Oktober jedes Wochenende ab 15 Uhr, im Weinkontor Wewelsfleth, Dorfstraße 5.

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erstellt am 30.Aug.2015 | 12:31 Uhr

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