Matjes und Boßeln für Jagdhornbläser aus Franken

Gemeinsames Verblasen von Jagdsignalen beim Grillabend zur Begrüßung.
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Gemeinsames Verblasen von Jagdsignalen beim Grillabend zur Begrüßung.

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07. Juni 2015, 13:03 Uhr

Das Bläsercorps Steinburg unterhält seit 2009 eine intensive Freundschaft zu den Jagdhornbläsern Feuchtwangen. Zum vierten Mal waren die Franken jetzt im Norden zu Gast und erlebten in der Wilstermarsch ein ereignisreiches Wochenende mit allem, was Norddeutschland und die Region ausmacht.

„Wir haben unseren Freunden die Besonderheiten und Spezialitäten näher gebracht“, freuen sich Kreisbläserobfrau Bianka Randschau und die Jugendgruppenleiterin Gunda Mohr über den Erfolg des Wochenendes.

Gunda Mohr hat durch einen Horn-Kauf den Grundstein für die Partnerschaft der beiden Bläsergruppen gelegt. „Ich suchte ein Horn und fand ein Angebot in einem Internetauktionshaus“, erzählt die Dirigentin der Jagdhörnchen. Das Horn gehörte Peter Kopetz, dem musikalischen Leiter der Feuchtwanger-Bläser. Der Kauf wurde abgeschlossen und ein intensiver Austausch begann. „Wir kommen gerne hier hoch und nehmen auch an den Kürwettbewerben teil, die es bei uns nicht gibt“, erklärt Kopetz.

Der gemeinsame Spaß steht bei den Bläser-Wettbewerben im Vordergrund und wenn die Bläser aus Franken in ihrer Lederhosen-Tracht auftreten, ist ihnen die norddeutsche Aufmerksamkeit sicher. Das Kreisbläsercorps Steinburg dagegen war beeindruckt von einem Wettbewerb in Kulmbach, bei dem 1000 Bläser zum Abschluss gemeinsam bliesen. „Wir haben mit der Musik, der Jagd und der Ausbildung der Hunde die gleichen Interessen und verstehen uns einfach super“, fasst Peter Kopetz zusammen. Seine Gruppe ist mit 23 Personen angereist und wurde häuslich bei ihren Bläserkollegen aufgenommen.

Auf dem Hof von Gunda und Claus-Hermann Mohr in Bekmünde wurde gemeinsam gegessen – und zwar norddeutsche Kost, Sauerfleisch und Matjes. Wolfgang Möller vom Förderverein Bockmühle erklärte die Schöpfmühle in Honigfleth, mit dem Aukieker ging es nach Kasenort und von dort wurde mit viel Spaß zurück nach Bekmünde geboßelt. „Die Boßelkugeln hat uns der Beidenflether Verein „He Kümt“ zur Verfügung gestellt“, erzählt Gunda Mohr. Ein ganz besonderes Erlebnis für alle war die Besteigung des Glockenturms von St. Laurentii in Itzehoe und einen gemeinsam geblasenen „Hubertus Gruß“ in der Kirche. „Wir haben bei Christoph Martensen in der Rumflether Mühle eine CD aufgenommen und zum Abschluss des Tages kam der Eiswagen aus Wilster“, berichtet Bianka Randschau vom Programm. Ein weiterer Höhepunkt war die Einladung an die Franken zum Landesbläserwettbewerb, den die Steinburger im nächsten Jahr in Wilster ausrichten. Dann kommt auch die Wilstermarsch in den Genuss von Jagdsignalen in Lederhosen.

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